CRN-Exklusiv-Interview: Intels PC-Geschäft macht sich zukunftsfest

Intels Geschäft hat sich über die Jahrzehnte verändert. Vor allem das Kerngeschäft mit Prozessoren wird von der schwachen PC-Nachfrage und neuen Konkurrenten kräftig durchgeschüttelt. Wie der Chipriese seine Brot-und-Butter-Sparte wetterfest aufstellt und wo sich neue Geschäftschancen eröffnen, erläutert Intels weltweiter Sales- und Marketing-Verantwortliche der Client Computing Group, im CRN-Interview.

»Das Client-Geschäft ist ein gesättigter Markt

(Foto: CRN)

CRN: Diese Veränderungen im Markt und neue Technologietrends sorgen doch sicher auch für neue Anforderungen an die Systeme und damit auch an die Prozessoren?

Long: Das ist tatsächlich so. Deshalb entwickeln wir unsere Plattform weiter. Gefragt sind mehr CPU-Leistung, mehr Memory, längere Akkulaufzeiten von bis zu 16 Stunden und mehr sowie KI-Funktionen auf dem Device. Gerade hat Intel auf der Computex die neuen 10nm-Prozesoren mit »Intel Deep Learning Boost« gelauncht. Der KI- Beschleuniger verbessert Deep-Learning-Workloads der CPU und ermöglichten so den umfangreichen Einsatz von Künstlicher Intelligenz für PCs.

CRN: Was bedeutet der veränderte Business-Fokus für Intels Channel? Ändern sich Bedeutung und Ausrichtung der Distributoren, Reseller und Systemintegratoren?

Long: Natürlich passen wir auch unser Partnerprogramm an die sich verändernden Gegebenheiten an. Auch unsere Partner Community hat sich gewandelt. Viele haben sich vom Desktop-Händler zum Systemintegrator weiterentwickelt und immer mehr von ihnen verkaufen heute auch erfolgreich Services, etwa von AWS und Microsoft kombiniert mit ihren eigenen Dienstleistungen. Für sie haben wir immer mehr unterschiedliche Programme aufgelegt, um dieser wachenden Vielfalt Rechnung zu tragen. Das Client-Geschäft ist ein gesättigter Markt, umso wichtiger ist es, in Wachstumsbereiche zu investieren. Wir haben deshalb Segmente identifiziert, in denen wir uns stärker engagieren, wie beispielsweise Gaming,