Branchenverband ZVEI legt Zahlen vor: Deutsche Elektro-Branche spürt Gegenwind

Trotz des Handelskonflikts zwischen den USA und China kann sich die deutsche Elektroindustrie weiter über wachsende Exporte freuen. Allerdings lässt das Wachstumstempo nach.

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Die deutsche Elektroindustrie hat ihre Exporte gesteigert, bekommt aber die Eintrübung der Konjunktur zu spüren. Im April legten die Ausfuhren gemessen am Vorjahresmonat um 3,8 Prozent auf 16,8 Milliarden Euro zu, teilte der Branchenverband ZVEI am Freitag in Frankfurt mit. Die Exporte seien trotz weltweiter Handelskonflikte und der jüngsten Eintrübung der Wirtschaft robust, erklärte ZVEI-Chefsvolkswirt Andreas Gontermann. Jedoch habe sich das Wachstum verglichen mit den ersten drei Monaten etwas verlangsamt.

Im gesamten ersten Quartal waren die Exporte der Elektro-Branche noch kräftig um 6,7 Prozent gewachsen. Im April erwiesen sich nun die Ausfuhren in die USA und nach Frankreich als Wachstumstreiber für die wichtige deutsche Industriebranche. Auch die Geschäfte mit Japan, China und Russland liefen gut, während es bei den Exporten nach Großbritannien, Österreich und in die Niederlande starke Rückgänge gab.

Die Elektroindustrie hatte zuletzt weniger Bestellungen verzeichnet. In den ersten vier Monaten des Jahres verfehlten die Aufträge den Vorjahreswert um 1,8 Prozent - vor allem, weil Länder außerhalb der Eurozone weniger orderten. Dank hoher Auftragsbestände konnte die Branche den Umsatz aber noch leicht steigern.

Für dieses Jahr rechnet der ZVEI weiter mit einem Umsatzanstieg auf mehr als 200 Milliarden Euro (Vorjahr: 193,5 Mrd Euro). Die Produktion soll bereinigt um Preiseffekte um 1 Prozent wachsen.