Etailer wird Wertvollste Marke der Welt: Amazon überholt Apple und Google

Mit einem gewaltigen Sprung hat sich Amazon erstmals an die Spitze der 100 wertvollsten Marken der Welt gesetzt und Apple, Google und Microsoft auf die Plätze verwiesen. Aber auch einige deutsche Unternehmen haben es in die Liste geschafft.

Tech-Marken: alt gegen neu

Die Sieger der vergangenen Jahre zeigen gleichzeitig, wie rasant sich die Markenwerte steigern
(Foto: Kantar / WPP / BrandZ)

Andere Marken-Giganten aus eher klassischen Industrien wie Coca Cola (Platz 14, 80,8 Milliarden Dollar), Marlboro (Platz 15, 72 Milliarden) und Disney (Platz 17, 57 Milliarden) gehören zwar zumindest weiterhin zu den 20 wertvollsten Marken der Welt, können mit den Werten und Zuwächsen der top Tech-Giganten allerdings nicht mehr mithalten. Ähnliches gilt auch für einige alteingesessene Technologiefirmen. So fällt etwa IBM mit einer Bewertung von 86 Milliarden auf den 13. Platz zurück, Intel landet mit 31,9 Milliarden auf dem 36. Rang, Samsung liegt mit 30,4 Milliarden noch einmal zwei Plätze dahinter und Oracle findet sich nur noch auf Platz 50 mit einem Markenwert von 26,5 Milliarden – also drei Plätze hinter Huawei. Damit spielen die drei letztgenannten in etwa in einer Liga mit dem chinesischen Schnapsbrenner Moutai (Platz 35, 33,9 Milliarden), dem Autokonzern Toyota (Platz 41, 29,2 Milliarden) und der Budweiser-Brauerei (Platz 51, 26,3 Milliarden).

Gleichzeitig zeigt sich in dieser mittleren Region der Liste auch besonders deutlich der Wachwechsel von den alten zu neuen Technologien. So findet sich dort etwa auch der Aufsteiger des Jahres Instagram, der dank einer beinahe Verdopplung des Markenwerts (+95 Prozent) auf 28,2 Milliarden um 47 Plätze regelrecht nach oben geschossen ist. Aber auch andere vergleichsweise junge Kandidaten Paypal (Platz 26, 44,2 Milliarden), Netflix (Platz 34, 34,3 Milliarden), Youtube (Platz 39, 29,6 Milliarden) und Uber (Platz 53, 24,2 Milliarden) tummeln sich bereits in dieser Region.

Die Macher der Rangliste führen dies im Wesentlichen auf einen Wechsel in den Kundengenerationen zurück. Die weniger als 25 Jahre alten Marken der Generation Z (»GenZ«)sprechen das junge Publikum erfolgreicher an und wachsen daher auch deutlich schneller. Im Vergleich zu den sogenannten »Millenial-Brands«, die aus den Jahren zwischen 1977 und 1995 stammen, beträgt der Markenwert der GenZ pro Existenzjahr beinahe das Vierfache. Ganz allgemein stellen die Autoren fest, dass der Markenwert immer volatiler wird. Er kann sich deutlich schneller verändern und Unternehmen binnen weniger Jahre zu neuen Sternen aufsteigen oder auch in der Versenkung verschwinden lassen.