Schwaches Infrastruktur-Business, starkes PC-Geschäft: Dell wächst um 3 Prozent

Im ersten Geschäftsquartal 2020 konnte Dell seinen Umsatz leicht steigern, weil das PC-Geschäft mit Unternehmenskunden gut lief. Im Consumer-Business brachen die Einnahmen dagegen ein, und auch die Server-Verkäufe waren schwach.

Dell-Zentrale in Round Rock, Texas
(Foto: Jjpwiki / CC BY-SA 4.0)

Sein Anfang Mai abgeschlossenes Auftaktquartal des Geschäftsjahres 2020 hat Dell mit einem Umsatzplus von 3 Prozent auf 21,9 Milliarden Dollar abgeschlossen. Der Gewinn lag bei 329 Millionen Dollar, nachdem der IT-Konzern im Vorjahreszeitraum noch einen Verlust ausweisen musste. »Wir befinden uns in der Mitte eines technologiegetriebenen Investmentzyklus, der von der Datenexplosion angetrieben wird«, sagte Jeff Clarke, Vice Chairman bei Dell. »Niemand ist besser als wir positioniert, Kunden die Lösungen zu liefern, die sie im Datenzeitalter brauchen.«

So richtig spiegeln die Zahlen diesen Optimismus allerdings nicht wider, denn die Infrastrukturparte verzeichnete einen Umsatzrückgang um 5 Prozent auf 8,2 Milliarden Dollar. Während das Storage-Business nur leichte Einbußen hinnehmen musste (minus ein Prozent auf 4 Milliarden Dollar), brach das Geschäft mit Servern und Netzwerklösungen ein (minus 9 Prozent auf 4,2 Milliarden Dollar).

Besser lief es dagegen in der Client Solutions Group, in der die Verkäufe von PCs, Notebooks und Workstations an Unternehmenskunden zweistellig zulegten. Der Umsatz in diesen Bereich wuchs um 13 Prozent auf 8,3 Milliarden Dollar und konnte damit das Minus von 10 Prozent im Consumer-Geschäft (Umsatz: 2,6 Milliarden Dollar) mehr als ausgleichen. Unter dem Strich steht für die PC-Sparte ein Plus von 6 Prozent auf 10,9 Milliarden Dollar zu Buche.

Ebenfalls gute Zahlen lieferte die Dell-Tochter VMware ab, die ihren Umsatz im 13 Prozent auf 2,3 Milliarden Dollar steigern konnte.