Google wertet mobile Alleskönner weiter auf: Chromebooks: die verkannte Alternative

Während sie ihr Dasein in Europa noch immer in einer kaum beachteten Nische fristen, sind Chromebooks in den USA eine feste Größe im PC-Markt und stellen mehr als jeden fünften verkauften mobilen Rechner. Jetzt bekommen sie auch noch Linux-Support.

Einst als günstige Geräte für den Bildungsmarkt gestartet, sind Chromebooks inzwischen erwachsen geworden
(Foto: Google)

Der ITK-Fachhandel hat sich inzwischen so an das stetige Schrumpfen des PC-Markts gewöhnt, dass inzwischen vielerorts eine Stagnation der Verkaufszahlen schon als hoffnungsfrohe Erfolgsmeldung verstanden wird. Der einzig nennenswerte Lichtblick sind derzeit Business-PCs, deren Absatz sich – vor allem dank des anstehenden Support-Endes für Windows 7 – aktuell positiv entwickelt. Das gilt allerdings nur für Europa, denn in den USA gibt es schon seit Jahren einen weiteren stark wachsenden Sektor: Chromebooks. Die vergleichsweise günstigen Geräte mit Googles Betriebssystem haben dort in ihrem Kernmarkt auf dem Bildungssektor inzwischen sogar klassische Windows-Laptops von der Spitze verdrängt.

Aber auch bei immer mehr anderen Käufern vom Privatkunden bis hin zu Unternehmen finden Chromebooks in Amerika reißenden Absatz. Das belegen jetzt auch wieder eindrücklich die Zahlen der Marktforscher der NPD Group für das vergangene Jahr. Ihnen zufolge konnten Geräte mit Chrome OS im Jahresendgeschäft erstmals die Schwelle von einem Fünftel überschreiten, letztlich stellten sie 21 Prozent aller im vierten Quartal 2018 verkauften mobilen Rechner. Das waren noch einmal vier Prozentpunkte mehr als im Vorjahr und es ist weit mehr als der einstellige Marktanteil, den Apple mit seinen Macbooks erreicht.

Die Basis dieses Erfolgs alleine im Preis zu suchen, wäre allerdings zu kurz gegriffen. Denn Google arbeitet zusammen mit seinen Hersteller-Partnern schon seit einiger Zeit unter Hochdruck daran, die Geräte auch für andere Einsatzgebiete zu einer ernsthaften Alternative weiterzuentwickeln. So sind etwa anfängliche Einschränkungen wie bei der USB-Unterstützung, die gerade in Europa gerne belächelt wurden, längst passé.

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