Hannover Messe: Die Kanzlerin Auge in Auge mit dem Roboter

Eigentlich können sie alles - nur kleine Zwischenfälle gibt es hin und wieder doch noch. Aber sie werden tatsächlich immer feinfühliger, die zahllosen Roboter, die die Hannover Messe beherbergt. Keine Berührungsängste also bei Kanzlerin Merkel. Oder doch?

Pleiten, Pech und Pannen 4.0

(Foto: Deutsche Messe)

Auch wenn nicht alles auf Anhieb klappt: Bei SAP soll Augenkontakt zum Bildschirm genügen, um einen Roboter zu starten. Doch ohne etwas manuelle Nachhilfe geht es nicht. Und Siemens schickt zum Besuch der Kanzlerin den digitalen Klon eines Mitarbeiters auf einen Bildschirm. Als der virtuelle Mitarbeiter aber etwas sagen soll, bleibt er stumm. »Der Kollege war so begeistert von seinem digitalen Zwilling, dass es ihm die Sprache verschlagen hat«, scherzt Vorstandschef Joe Kaeser. Auch mit dem Netz ist es bei aller 5G-Begeisterung so eine Sache: bei Witte Automotive führt ein Mitarbeiter vor, wie er per App ein Auto öffnet oder verschließt. Doch das dauert: »Das Netz ist schlecht«, sagt er kritisch.

Merkel ist sicher: trotz aller Roboter und Automatisierung spielen Menschen auch künftig eine wichtige Rolle. Nur benötigten sie eine andere Ausbildung. Im schwedischen Pavillon machen es zwei 17-Jährige vor. Sie stehen neben einem Roboter - besser gesagt einer Robotin. »It's a she«, sagt eine der beiden. Die beiden haben »Yumi«, so heißt das Gerät, selbst programmiert.

Neben dem Fleiß, den der Lapp-Chef der Kanzlerin attestierte, gibt es auch den Ordnungssinn: Nachdem Merkel das Kabel aus der Trommel gezogen hat, will sie es auch wieder aufrollen. Das System nimmt es dankend zur Kenntnis und zeigt brav die ursprüngliche Länge an.

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