Rückzug aus dem Wearables-Markt: Microsoft schaltet »Band« ab

Im Sommer will Microsoft die Dienste für sein Fitnessarmband »Band« einstellen. Da das Wearable damit weitgehend nutzlos wird, können sich aktive Nutzer einen Teil der Kosten zurückerstatten lassen.

Microsoft schaltet im Juni die Dienste für das Band ab
(Foto: Microsoft)

Knapp drei Jahre nach der Ankündigung keine dritte Generation des Fitnessarmbands »Band« mehr auf den Markt zu bringen, dreht Microsoft jetzt auch den Altgeräten weitgehend den Saft ab. Am 1. Juni sollen die Server für die Onlinedienste inklusive der Smartphone-App abgeschaltet werden. Dann können die vom Gerät erfassten Daten zu Fitnesswerten wie Laufstrecken, Herzfrequenz und Schlafqualität nicht mehr in die Cloud geladen, gespeichert und mittels des persönlichen Dashboards analysiert werden. Wer dort noch Daten liegen hat und diese noch braucht, sollte sie bis dahin über die Exportoption herunterladen, da zusammen mit den Servern auch die Daten gelöscht werden. Anschließend können die Daten nur noch lokal auf dem Gerät erhoben werden.

Im Fall eines Resets nach der Serverabschaltung dürfte auch das nicht mehr gelingen, da sich die Fitnesstracker sich beim ersten Einschalten mit den Servern synchronisieren müssen. Damit werden die Geräte also quasi überflüssig. Immerhin signalisiert Microsoft den wenigen verbleibenden aktiven Nutzern der Geräte Entgegenkommen. Allen Kunden deren Band noch im Garantiezeitraum läuft oder zwischen dem 1. Dezember 2018 und dem 1. März 2019 aktiv mit der Plattform synchronisiert wurde, wird eine Rückerstattung versprochen. Im Fall der ersten Generation sollen sie 80 US-Dollar, für das Band 2 sogar 175 Dollar zurück erhalten.

Microsoft hatte das Band erstmals 2014 vorgestellt und damit den Eintritt in den vielversprechenden Wearables-Markt versucht. Allerdings fand das für 200 Dollar angebotene Gerät nur wenige Käufer. Trotz zahlreicher Verbesserung fand im Jahr darauf auch das 50 Dollar teurere Nachfolgemodell nur wenig Anklang bei den Kunden. Die ursprünglich geplante dritte Version wurde 2016 deshalb abgesagt und das Programm eingestellt.