Dells erste Quartalsbilanz nach dem Börsengang: Dell steigert Umsatz und verdreifacht Verlust

Dell hat zum ersten Mal seit dem Börsengang im Dezember 2018 wieder Quartalszahlen veröffentlicht. Vor allem Server und Netzwerkprodukte sorgten für eine erfreuliche Umsatzsteigerung. Aber auch der Verlust fiel höher aus.

(Foto: Jjpwiki / CC BY-SA 4.0)

Dell Technologies hat in seinem ersten Geschäftsquartal seit der Rückkehr an die Börse (CRN berichtete) die Erwartungen der Analysten nicht enttäuscht. Der IT-Konzern konnte vor allem dank der stabilen Nachfrage nach Servern und Netzwerkprodukten in dem zum 1. Februar 2019 abgeschlossenen Quartal den Umsatz auf 23,8 Milliarden Dollar steigern. Das entspricht einem Plus von neun Prozent gegenüber der Vorjahresperiode.

Der Aufwärtstrend zog sich duch alle Geschäftsbereiche. Die Infrastructure Group verzeichnete ein Umsatzplus von zehn Prozent auf 9,9 Milliarden Dollar, die Storage-Verkäufe stiegen um sieben Prozent und im Bereich Networking und Server konnte ein Plus von 14 Prozent verzeichnet werden. Selbst im hart umkämpften PC-Markt konnte das Unternehmen noch zulegen. Die Erlöse mit Computern, Notebooks und Tablets stiegen um vier Prozent.

Unter dem Strich resultierte allerdings ein Quartalsverlust in Höhe von 299 Millionen Dollar und damit fast das Dreifache des vergleichbaren Vorjahresquartals.

Für das laufende Geschäftsjahr prognostiziert Dell einen bereinigten Umsatz zwischen 93 und 96 Milliarden Dollar. Dell-Finanzchef Tom Sweet stellte zudem in Aussicht, im Jahresverlauf auch die Profitabilität zu erhöhen.

Das ist auch dringend nötig, denn Dell drückt zudem eine hohe Schuldenlast seit Gründer und CEO Michael Dell sein Unternehmen 2013 mit Hilfe von Investoren zurückgekauft und von der Börse genommen hatte. Vor allem durch die milliardenschwere Übernahme von EMC wuchs der Schuldenberg auf rund 50 Milliarden US-Dollar an. Vor kurzem wurde bekannt, dass der Konzern deswegen den Verkauf von Secureworks prüfe (CRN berichtete). Dell hatte den Anbieter von Cybersecurity-Diensten 2011 gekauft und an die Börse gebracht. Der Verkaufswert von rund zwei Milliarden Dollar könnte zum Schuldenabbau genutzt werden.

Bereits zuvor hatte der IT-Konzern einige Unternehmensteile veräußert, darunter seine aus Quest und Sonicwall bestehende Software-Sparte, den Cloud-Backup-Anbieter Spanning sowie das Beratungsgeschäft.