Chips für Datacenter und Apples iPhone weniger gefragt: Intel-Kunden treten auf die Bremse

5,2 Milliarden Dollar Gewinn, dennoch reagiert die Börse verschnupft auf Intels Quartalsausblick. Schlechtere iPhone-Verkäufe und zögernde Investitionen der Rechenzentrumskunden belasten das Chipgeschäft. Es gibt aber auch Lichtblicke.

Datacenterkunden und Apple ordern weniger Intel-Chips

Intel hat die Anleger mit seinem Ausblick auf das laufende Quartal enttäuscht. Die Aktie fiel im nachbörslichen Handel am Donnerstag binnen weniger Minuten um rund acht Prozent. Unter anderem verfehlte der Chip-Konzern die Erwartungen mit seiner Prognose beim Umsatz und dem bereinigten Gewinn pro Aktie. Im Schlussquartal 2018 konnte Intel die Erlöse um neun Prozent auf 18,7 Milliarden Dollar steigern. Analysten hatten mit gut 19 Milliarden gerechnet.

Der Quartalsgewinn erreichte unterm Strich 5,2 Milliarden Dollar, wie Intel nach US-Börsenschluss am Donnerstag mitteilte. Im Vorjahresquartal hatte die einmalige Zahlung auf die Auslandsgewinne nach der US-Steuerreform zu einem Verlust von 700 Millionen Dollar in der Bilanz geführt.

Mehr als fünf Milliarden Dollar Quartalsgewinn sind auf den ersten Blick eine gute Ausbeute. Doch die Börse straft Intel hart ab. Es ist vor allem die Prognose für das laufende Vierteljahr, die Anlegern Sorgen macht.

Die Abkühlung bei den Investitionen in Cloud-Infrastruktur und schlechtere iPhone-Verkäufe schlagen auf das Geschäft von Intel durch. Intel verwies auch auf den abgekühlten Markt für Flash-Speicher sowie - genauso wie bereits Apple - auf die Abschwächung des Wirtschaftswachstums in China. Von Intel kommen die Funk-Modems in Apples iPhones. Apple hatte Anfang Januar seine Erwartung für das Weihnachtsgeschäft nach unten korrigiert, weil sich das iPhone in China schlechter als erwartet verkauft habe.

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