Durchwachsene Jahreszahlen für Ceconomy: Media-Saturn-Mutter schreibt nur Mini-Gewinn

Deutschlands größter UE-Händler Ceconomy hat sich im abgelaufenen Geschäftsjahr wegen schwacher Nachfrage und einer Abschreibung auf seine Beteiligung an der Metro nur knapp in den schwarzen Zahlen gehalten.

Die Media-Saturn-Zentrale in Ingolstadt
(Foto: Media-Saturn)

Deutschlands größter UE-Händler Ceconomy hat sich im abgelaufenen Geschäftsjahr wegen schwacher Nachfrage und einer Abschreibung auf seine Beteiligung an der Metro nur knapp in den schwarzen Zahlen gehalten. Die Aktionäre sollen auf eine Dividende verzichten, wie der Mutterkonzern von Media Markt und Saturn mitteilt. Für eine Gewinnausschüttung gebe es »keine sinnvolle Basis«. Jetzt will der Vorstand verstärkt in Logistik und Computersysteme investieren. Die Suche nach einem neuen Vorstandschef geht nach dem Abgang von Pieter Haas weiter.

Unter dem Strich verdiente Ceconomy in den zwölf Monaten bis Ende September 23 Millionen Euro nach 206 Millionen ein Jahr zuvor. Analysten hatten im Schnitt sogar mit einem Verlust gerechnet. »Neben dem moderaten Weihnachtsgeschäft hat die schwache Kundenfrequenz - verstärkt durch das ungewöhnlich heiße Wetter im Juli und August - Umsatz und Ergebnis weiter belastet«, erklärt der scheidende Finanzvorstand Mark Frese. Die Erlöse gingen - wie bereits bekannt - um knapp ein Prozent auf 21,4 Milliarden Euro zurück. Der operative Gewinn (Ebit) brach um 15 Prozent auf 419 Millionen Euro ein, übertraf aber die Erwartungen von Branchenexperten.

Für das laufende Geschäftsjahr 2018/19 stellte der Vorstand ein leichtes Umsatzplus in Aussicht. Der operative Gewinn dürfte aber leicht sinken, wenn man die Beiträge aus der Beteiligung am französischen Konkurrenten Fnac Darty herausrechnet. Auch Wechselkursschwankungen sowie den Kauf und Verkauf von Unternehmensteilen klammert Ceconomy bei der Prognose aus.

Kommentare (2) Alle Kommentare

Antwort von Martin , 13:48 Uhr

Wieder ein Dinosaurier, der kränkelt und bald stirbt! Ähnlich Kaufhof / Karstadt. Ich hatte sowohl mit Media-Saturn als auch mit deren Holding geschäftlich zu tun. Traurig, wie sehr diese sich gegen innovative Konzepte sperren.

Man mag über Digitalisierung, Globalisierung und Generation-X und -Y denken, was man will. Das ist nunmal die Zukunft. Schon Charles Darvin wusste, dass nicht der Stärkste oder der Intelligenteste überlebt, sondern der Anpassungsfähigste.

Antwort von Puetz , 13:38 Uhr

Als Krisenmanager der Vorschlag, rekrutiert die Holdingmanger vor 2000, wie es der „große Bellheim“ gezeigt hat. Und lässt diese Interimsmässig 2 Geschäftsjahre aktiv sein. Das würde auch ein gutes Zeichen für die Managersuche sein u. Motivation bringen.