IT-Jahr 2018: Distribution-as-a-Service: Vom Kistenschieber zum Full Service Provider

Die Distributoren zeigen sich bemüht, ihre erweiterte Angebotsbreite auch unter einer neuen Ettiketierung auszustellen: Aus Broadlinern und VADs werden Solution & Services Provider.

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Aus Broadlinern und VADs werden Solution & Services Provider: Die Distributoren zeigen sich bemüht, ihre im Zuge der digitalen Transformation erweiterte Angebotsbreite auch unter einer neuen Ettiketierung auszustellen. Den Anfang machte Also: Der Broadliner will sich selbst nicht mehr als Distributor bezeichnen, sondern lieber als B2B-Marketplace wahrgenommen werden. Aber auch Ingram-Micro-Chef Alexander Maier betonte, dass sich der Broadliner zu einem »Full Service Provider« entwickle. Und auch bei Arrow ECS sieht sich Deutschland-Chefin Susanne Endress auf dem Entwicklungsweg »vom klassischen VAD hin zum Solution Provider«. Tatsache ist: Neben den traditionellen Kernaufgaben der Logistik und des Vertriebs haben sich die Grossisten viele zusätzliche Kompetenzen angeeignet, die von der Marktaufbereitung durch Partner-Qualifizierung, Leadgenerierung und Endkunden-Consulting über die Projektbegleitung durch Beratung wie auch Finanzierung bis hin zur technischen Unterstützung und zur Rückabwicklung reichen.

Ein entscheidender Punkt dieses Distribution-as-a-Service-Ansatzes ist, dass die Zwischenhändler auch Aufgaben übernehmen, welche zuvor von Fachhandelspartnern noch selbst übernommen wurden. Ein Tabubruch: Der Distributor als Berater und Tech-Profi beim Endkunden vor Ort. Aber eben ein notweniger Tabubruch, wie immer mehr Distributoren betonen. So überrascht es auch nicht, dass Also zur Channel Trends + Visions am Freitag, den 5. April 2019 im Areal Böhler in Düsseldorf unter dem Motto »Bring your own Customer« erstmals Reseller und deren Endkunden zur Hausmesse einlädt.