15-jähriges Jubiläum der ITK-Handelsplattform IT-Scope: »Die Internationalisierung des ITK-Handels weiter vorantreiben«

IT-Scope hat sich in den ersten 15 Jahren seiner Firmengeschichte von einer ersten Preisvergleichsplattform für Reseller zur umfassenden Handelsplattform entwickelt. Die Unternehmensgründer blicken zurück auf den Werdegang der Firma und skizzieren die künftige Weiterentwicklung im Zeichen der digitalen Transformation.

Die drei IT-Scope-Gründer im Jahr 2006: (v.li.) Benjamin Mund, Stefan Reger und Alexander Münkel
(Foto: IT-Scope)

Heute ist IT-Scope eine nicht mehr wegzudenkende Größe im ITK-Handel. Auf dem Online-Marktplatz www.itscope.com können Systemhäuser und Reseller ihren Hard- und Softwarebedarf mit knapp 300 Distributoren verhandeln und direkt durch die Plattform bestellen. Im Frühjahr erst meldete die Karlsruher Firma einen neuen Nutzerrekord: Über 10.000 ITK-Firmen aus dem DACH-Raum sowie dem europäischen Ausland haben sich mittlerweile dem Portal angeschlossen.

Dabei verlief der Start holprig: Benjamin Mund, Stefan Reger und Alexander Münkel, drei Freunde aus dem badischen Karlsdorf-Neuthard hatten das Business-Konzept, nach ersten Gehversuchen im Handel, im heimischen Freibad ersonnen, wie Stefan Reger berichtet: »Wir haben für unseren ersten Onlineshop damals Preislisten und Angebote auf vielen unterschiedlichen Wegen, teilweise sogar noch per Fax, von der Distribution erhalten. Das war ziemlich unübersichtlich und mühselig. Wir dachten uns: Das muss auch einfacher gehen!.« Die Jungunternehmer entwickelten eine Software, die Artikeldaten mitsamt Preisen, Lieferkosten und Lagerbeständen von zunächst knapp 200.000 Produkten bei 119 Lieferanten auf einer Plattform transparent darstellte. Das erste Produkt von IT-Scope, der »MarketViewer« stand ab Mitte 2005 den Fachhändlern zur Verfügung. »Damals konnten Händler über die Plattform lediglich Preise einer begrenzten Anzahl von Lieferanten einsehen — von einer direkten Bestellung oder gar Online-Verhandlung mit verschiedenen Distributoren hätten wir damals nichtmal zu träumen gewagt«, erklärt Benjamin Mund.

Die Distributoren waren über den neuen Player im Markt zunächst nicht begeistert, erinnert sich Alexander Münkel. Tatsächlich wussten einige der gelisteten Distributoren gar nichts von ihrer Präsenz auf der Vergleichsplattform und fühlten sich übergangen. »Zwei Lieferanten forderten uns sogar direkt auf, sie aus unserer Datenbank zu entfernen. Nachdem wir klargestellt hatten, dass wir die individuellen Preise der großen Distributoren streng vertraulich behandeln und nur den jeweiligen Händlern anzeigen, legte sich die Aufregung,« erzählt Münkel.

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