Übernahme in Slowenien finalisiert: Also mit ehrgeizigen Wachstumszielen

Der Also-Konzern hat die Übernahme des VADs DISS abgeschlossen und sieht sich damit in Slowenien in der Marktführerrolle. Weitere Übernahmen sollen folgen – möglicherweise auch eine in Großbritannien.

Also-CEO Gustavo Möller-Hergt
(Foto: Also)

Der Schweizer-Also-Konzern hat die Übernahme von DISS mit Hauptsitz in Ljubljana mitsamt der Tochtergesellschaften VAD und Marmis abgeschlossen und sich damit um Ressourcen und Know-how rund um die Themen Data Center, Security und Solutions verstärkt. DISS vertreibt unter anderem Lösungen von HP und HPE, die Tochtergesellschaft VAD hat sich auf Lösungen von Dell EMC spezialisiert und Marmis vertreibt IBM-Software. Mit der Übernahme der Firma, die mit rund 70 Mitarbeitern im vergangenen Jahr Erlöse von 81 Millionen Euro erwirtschaftete, steige man zum Marktführer in Slowenien auf. Also sieht sich in zehn der Länder, in denen der Konzern vertreten ist, in der Marktführer- oder Verfolgerposition. Weitere Übernahmen sollen die flächendeckende Präsenz in Europa oder die Stellung in den Märkten weiter stärken, wie CEO Gustavo Möller-Hergt am Rande eines Investoren-Events jüngst betonte: »Unser Augenmerk liegt auf Osteuropa, Grossbritannien und Spanien. Dort können wir durch Zukäufe wachsen.«, erklärte der Also-Chef zu dieser Gelegenheit gegenüber der Schweizer Zeitung »Finanz & Wirtschaft«. In diesen beiden Märkten ist Also nicht präsent, zeitweilige Verbindungen dorthin bestanden allerdings über eine Distributoren-Allianz mit Esprinet und Westcoast.

Im Übrigen will Also über mögliche Übernahme auch seinen Kurs hin zum Solutions- und as-a-Service-Geschäft forcieren. Der Anteil des Solutions-Geschäfts am Gesamtumsatz soll von derzeit 18 Prozent auf 30 Prozent, der Anteil des Cloud-/as-a-Services-Business´ von vier auf zehn Prozent anziehen. Dagegen werde das klassische IT-Volumengeschäft – Also nennt diesen Bereich Supply – mittelfristig nur noch 60 statt wie bisher 78 Prozent zum Gesamtergebnis beitragen. Also hat im vergangenen Jahr einen Umsatz von knapp neun Milliarden Euro erzielt. CEO Möller-Hergt hat indes egrgeizige Wachstumsziele ausgegeben: Mittelfristig soll der Konzern bis zu 14 Milliarden Euro umsetzen.

Bilder von der Also-Feier auf der Soester Altstadtkirmes im November sehen Sie hier: