Mini-PCs im Aufwind: Mini-PCs: Wachstumsturbo fürs PC-Geschäft

Der Trend zum Mini-PC geht immer noch ungebremst weiter. Die Kleinsten sind heute mehr denn je der Wachstumsturbo im Geschäft mit stationären PCs. Kein PC-Hersteller kann auf die beliebten Kleinrechner in seinem Portfolio verzichten.

Mini-PCs sind längst der Wachstumstreiber im Desktop-Markt
(Foto: Lenovo)

Das Geschäft mit Desktop-PCs war für den Channel in den letzten Jahren nicht immer erfreulich. Während die Nachfrage nach mobilen Rechnern und ultramobilen Devices immer noch solide wuchs, waren die Verkaufszahlen bei stationären Rechnern bestenfalls auf Vorjahresniveau. In vielen Quartalen waren sie sogar rückläufig.

Das gilt allerdings nicht für alle Gerätekategorien auf oder unter dem Schreibtisch. Denn Mini-PCs erfreuen sich seit einigen Jahren einer steigenden Beliebtheit. In der deutschen Distribution haben die kompakten Rechner in den vergangenen Quartalen gute Wachstumszahlen verzeichnet. Wie das Marktforschungsinstitut Context ermittelte, stiegen die Mini-PC-Verkäufe im Gesamtjahr 2017 um 31 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.

In den ersten fünf Monaten dieses Jahres verzeichnet Context sogar ein Wachstum von 38 Prozent. Da zeitgleich die Verkäufe von anderen Formfaktoren zurückgingen, habe sich der Anteil der Mini-PCs am gesamten Desktopverkauf innerhalb des letzten Jahres beachtlich erhöht, erklärt Marie-Christine Pygott, PC-Analystin bei Context. »Während Mini-PCs im April und Mai letzten Jahres 31 Prozent aller Desktopverkäufe in der deutschen Distribution ausmachten, waren es zu Beginn des aktuellen zweiten Quartals 2018 bereits 42 Prozent.«

Diese Nachfrageverschiebung mache sich auch in den Portfolios der Hersteller bemerkbar, betont die Analystin. Schon seit einiger Zeit konzentrierten sich mehr und mehr Hersteller auf dieses Produktsegment. »Während Intels NUC nach wie vor die Distributionsverkäufe im Mini-PC-Segment dominiert, etablieren sich hier auch zunehmend traditionelle PC-Hersteller wie zum Beispiel HP, Lenovo oder Fujitsu.«

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