Supercomputer für die industrielle Produktion: HPE baut Supercomputer »Hawk«

Das Höchstleistungsrechenzentrum Stuttgart und Hewlett Packard Enterprise (HPE) bauen zusammen den weltweit schnellsten Supercomputer für die industrielle Produktion.

(Foto: HPE)

Das Höchstleistungsrechenzentrum der Universität Stuttgart (HLRS) und Hewlett Packard Enterprise (HPE), Marktführer im Bereich High-Performance Computing (HPC), kooperieren beim Bau und der Installation eines Supercomputers der nächsten Generation für das HLRS. Das neue System namens »Hawk« ist 3,5-mal schneller als das aktuelle HLRS-System und soll der weltweit schnellste Supercomputer für die industrielle Produktion sein. Hawk soll die computergestützten Ingenieurinwissenschaften und Forschung in Wissenschaft und Industrie unterstützen, um Anwendungen in den Bereichen Energie, Klima, Mobilität und Gesundheit voranzubringen.

Der Supercomputer basiert auf der nächsten Generation von HPEs High-Performance-Computing-Plattform, die mit einem »EPYC«-Prozessor von AMD mit dem Codenamen »Rome« ausgestattet ist, und wird eine theoretische Spitzenleistung von 24 petaFLOPS aufweisen und aus einem Cluster mit 5.000 Knoten bestehen.

Der Bau von Hawk wird voraussichtlich 38 Millionen Euro kosten. Die Finanzierung erfolgt unter der Schirmherrschaft des Gauss Centre for Supercomputing (GCS), dem Zusammenschluss der drei Bundeshöchstleistungsrechenzentren in Deutschland. Die Mittel werden zu gleichen Teilen vom Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg und vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) bereitgestellt.

Anknüpfend an den jüngsten Rollout von Höchstleistungsrechnern der nächsten Generation im Leibniz-Rechenzentrum der Bayerischen Akademie der Wissenschaften in Garching (LRZ) und Jülich Supercomputing Centre (JSC) – den zwei weiteren Mitgliedern des GCS neben dem Höchstleistungszentrum Stuttgart – ist das neue HPC-System des HLRS der nächste Schritt in Deutschlands High-Tech Strategie auf dem Weg in Richtung Exascale-Computing.

Der Einsatz von AMDs EPYC-Prozessoren der nächsten Generation wird konkurrierende Prozessoren in den beiden anderen GCS-Zentren ergänzen. Ziel ist es, den Nutzern eine Auswahl an Computerarchitekturen anbieten. Darüber hinaus verwenden AMDs EPYC-Prozessoren ein Speichersubsystem, das sie besonders geeignet macht für Simulationen wie beispielsweise in der numerischen Strömungssimulation, der Molekulardynamik und anderen Forschungsbereichen. Die Bereitstellung eines so leistungsfähigen Rechners wird neue Möglichkeiten für Innovationen in diesen und anderen Bereichen eröffnen.