Top 500 Supercomputer: Deutschland schließt zur HPC-Spitze auf

Die November-Ausgabe der Liste der 500 schnellsten Supercomputer der Welt wartet mit einigen Überraschungen auf. Die USA konnten die Spitzenplätze von China zurückerobern und auch Deutschland ist nun wieder in den Top 10 vertreten.

2018 gingen gleich mehrere neue Supercomputer an den Start
(Foto: agnormark - Fotolia)

Rechenintensive IT-Trends wie Big Data, Künstliche Intelligenz, Predictive Analytics und anspruchsvolle Forschungsvorhaben haben zu einem neuen Boom bei der Entwicklung und dem Bau neuer Supercomputer geführt. In den letzten Monaten gingen gleich mehrere nagelneue und aufgerüstete Superrechner an den Start. Die meisten von ihnen stehen in den USA und Europa und sorgen damit für eine Verschiebung der verfügbaren Rechenkapazitäten. Diese Aufholjagd schlägt sich auch in der aktuelle Ausgabe der Liste der 500 schnellsten Supercomputer der Welt nieder, wo die chinesische Dominanz nach fast drei Jahren nun vorerst endet.

Unangefochtener Spitzenreiter ist derzeit das von IBM für das US-Energieministerium produzierte Cluster »Summit« des Oak Ridge National Laboratory im Bundesstaat Tennessee. In seiner aktuellen Ausbaustufe wurde neben kleineren Optimierungsarbeiten an der Architektur die Anzahl der Prozessorkerne auf knapp 2,4 Millionen erhöht, was einen weiteren Leistungssprung von 122,3 auf nunmehr satte 143,5 Petaflops (Rmax) brachte. Neben den IBM-Power9-22C-CPUs sind dafür auch maßgeblich die ihnen zur Seite stehenden Volta-GV100-GPUs von Nvidia verantwortlich.

Auch auf dem zweiten Platz liegt mit dem am Lawrence Livermore National Laboratoryin Kalifornien beheimateten System »Sierra« jetzt wieder ein amerikanischer Großrechner. Dieser setzt auf die gleiche Kombination aus GPUs und CPUs, allerdings mit nur knapp 1,6 Millionen Kernen. Mit seinen nun 94,6 Petaflops liegt er zwar deutlich hinter dem neuen Rechenkönig, konnte sich aber ebenfalls knapp an der chinesischen Konkurrenz vorbeischieben.

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Kommentare (1) Alle Kommentare

Antwort von Helmut , 16:21 Uhr

9,8 kW? 18,5 kW?

Das sollten wohl MW, also Mega-Watt, sein.