Highend-Grafikkarte mit Problempotenzial: Hitzeprobleme bei Geforce RTX 2080 Ti

Nachdem sich in den letzten Wochen einige Käufer über regelmäßige Abstürze ihrer nagelneuen Nvidia Geforce RTX 2080 Ti beschwert haben, scheint jetzt eine mögliche Ursache dafür gefunden.

Ausgerechnet Nvidias eigene Geforce RTX 2080 Ti der Founders Edition scheint den Nutzer-berichten zufolge besonders häufig betroffen
(Foto: Nvidia)

Seit rund zwei Monaten ist Nvidias neues Grafikkarten-Flaggschiff Geforce RTX 2080 Ti verfügbar, mit der die neue Turing-Architektur Einzug hält. Der Hersteller verspricht den Hardcore-Gamern für den ambitionierten Preis von knapp 1.300 Euro eine satte Leistungssteigerung, insbesondere bei Raytracing, also der Berechnung von Lichteffekten wie Brechung und Reflexionen. Doch offenbar bringt die Investition in die neue Highend-Hardware nicht allen Käufern auch den erhofften Spielspaß. In den vergangenen Wochen haben sich im Internet und Support-Foren mehrere Nutzer beschwert, dass ihre Karten immer wieder Bildfehler produzieren, instabil laufen oder gar komplett ausfallen. Selbst ein Umtausch der Karten brachte in einigen Fällen keine Verbesserung.

Schnell stellte sich heraus, dass davon vor allem – aber nicht nur – Modelle der werksseitig übertakteten Founders Edition, also ausgerechnet Nvidias eigene Referenzkarten, betroffen sind. Deshalb haben die Kollegen von Tom‘s Hardware und Hardwareluxx diese nun genauer unter die Lupe genommen und dabei die wahrscheinliche Ursache für die Aussetzer gefunden. Demnach verursacht nicht etwa, wie in einigen ersten Reaktionen schon befürchtet, die neue GPU die Probleme, sondern vielmehr der Speicher. Laut dem Bericht neigt der GDDR6-Speicher zur Überhitzung und kommt teilweise gefährlich nah an die vom Hersteller Micron angegebene Maximaltemperatur von 95 Grad heran.

Hier kommen offenbar mehrere Faktoren zusammen. Neben dem offenbar für die Chips nicht ganz optimalen Design der Kühlung werden diese laut den Testern zusätzlich durch direkt unter ihnen verlaufende Spannungsversorgungsleitungen zu Spannungsreglern aufgeheizt. Eine Bestätigung seitens Nvidia steht allerdings noch aus. Der Hersteller sieht jedenfalls bisher »keine Häufung« entsprechender Problemfälle und verspricht, sich jeder entsprechenden Kundenbeschwerde anzunehmen.