Rückkehr an die Börse: Dell erwägt klassischen IPO

Statt einem komplizierten Aktiendeal mit VMware steht nun wieder ein herkömmlicher Börsengang zur Debatte.

Dell-Zentrale in Round Rock, Texas
(Foto: Jjpwiki / CC BY-SA 4.0)

Seit einigen Monaten plant Dell seine Rückkehr auf das Börsenparkett. Die soll helfen, den großen Schuldenberg abzutragen, der den Hersteller seit der Übernahme von EMC drückt. Vorgesehen war allerdings kein klassischer IPO, sondern ein komplexer Aktiendeal mit VMware – die EMC-Tochter ist über sogenannte »Tracking-Aktien« als eigenständiger Unternehmensbereich noch immer an der Börse notiert. Den größten Teil dieser Aktien hält Dell. Den anderen Aktionären wurden Anteilsscheine an Dell Technologies sowie eine Sonderdividende von VMware geboten. Doch wie die Nachrichtenagentur Reuters erfahren hat, fiel die Offerte bei mehreren Hedgefonds wie Elliott Management und Canyon Capital Advisors ebenso durch wie beim Investor Carl Icahn. Deshalb werden nun die Pläne für einen herkömmlichen Börsengang wieder aus der Schublade geholt.

Reuters-Quellen zufolge hat Dell Gespräche mit mehreren Investmentbanken angesetzt, um ein Initial Public Offering zu diskutieren. Ob es letztlich dann auch wirklich dazu kommt, bleibt abzuwarten. Immerhin hatte Finanzchef Tom Sweet kürzlich noch erklärt, würden die Investoren den geplanten Aktiendeal ablehnen, kehre man zum Status Quo zurück.