Intel-CPUs werden knapp: Engpässe bei Intel schlagen auf das PC-Geschäft durch

Kapazitätsprobleme zwingen Intel, einen Teil der CPU-Produktion an den Mitbewerber TSMC auszulagern. OEMs und Reseller befürchten negative Auswirkungen auf das bevorstehende Jahresendgeschäft. Die ersten Analysten haben die Absatzprognosen bereits nach unten revidiert.

Lieferengpässe bei Intel beeinträchtigen das Notebookgeschäft
(Foto: Intel)

Intel hat derzeit offenbar nicht ausreichend Fertigungskapazitäten, um alle benötigten Chips im 14-Nanometer-Verfahren in seinen eigenen Fabriken zu fertigen. Wie der Branchendienst Digitimes meldet, wurde jetzt ein Teil der Produktion an TSMC ausgelagert. Der taiwanische Halbleiterhersteller fertigt bereits für Intel, ist aber gleichzeitig auch Mitbewerber. Intel nutzt seine vorhandenen Kapazitäten derzeit vorrangig für die Produktion der höherwertigen Produkte wie Server-CPUs.

Die Lieferengpässe drohen auch das bevorstehende Jahresendgeschäft zu beeinträchtigen. Große OEM-Partner von Intel wie Acer stellen sich angesichts der steigenden PC-Nachfrage auf herausfordernde Wochen ein. Auch im Channel mache sich die Verknappung bereits bemerkbar, wie CRN.com berichtet. Reseller in Nordamerika klagten, dass deren Unternehmenskunden immer länger auf PCs und Notebooks warten müssten.

Aus diesem Grund haben auch die Marktforscher von Trendforce ihre Absatzprognose für Notebooks nach unten korrigiert. Sie rechnen jetzt sogar mit rückläufigen Absatzzahlen statt mit Zuwächsen. Eine Entspannung der Situation erwarten die Analysten erst im Verlauf des zweiten Quartals nächsten Jahres.

Bis dahin könnten sich die Engpässe zusätzlich auch auf den Speichermarkt negativ auswirken. Denn wenn weniger Notebooks ausgeliefert werden, werden auch weniger DRAM-Module nachgefragt. Dadurch könnten die Preise weiter unter Druck geraten, vermuten die Marktbeobachter.