Rheinland-Pfalz und Saarland umwerben Tesla: Gute Chancen für deutsche »Giga-Fabrik«

In den USA kämpft der Elektroautobauer Tesla darum, seine hoch gesteckten Produktionsziele für das neue Model 3 zu erreichen. Das hindert Tesla-Boss Musk nicht daran, nach neuen Standorten für eine Expansion Ausschau zu halten - auch in Deutschland.

(Foto: Tesla)

Bei seiner Suche nach einem Standort für ein großes europäisches Werk hat der amerikanische Elektroautobauer Tesla laut einem Bericht auch Rheinland-Pfalz oder das Saarland im Blick. Der US-Konzern habe in Deutschland entsprechende Gespräche mit zwei Bundesländern über eine »Giga-Fabrik« zum Bau von E-Autos und Batterien unter einem Dach geführt, berichtete die Wirtschaftszeitung »The Wall Street Journal« am Montagabend (Ortszeit) unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen.

Rheinland-Pfalz bestätigte am Dienstag sein Interesse an dem Tesla-Werk. »Selbstverständlich ist das Wirtschaftsministerium mit dem Unternehmen in einem guten Austausch«, sagte eine Sprecherin des Wirtschaftsministeriums auf Anfrage. »Tesla hat mit Tesla Grohmann einen Standort in Rheinland-Pfalz.« Informationen zu Unternehmen würden aber grundsätzlich vertraulich behandelt. Tesla hat Grohmann aus Prüm im November 2016 gekauft. Grohmann baut automatisierte Anlagen für die Fahrzeugproduktion. In Rheinland-Pfalz ist mit Kaiserslautern auch ein Kompetenzzentrum für Digitalisierung vorhanden.

Neben Rheinland-Pfalz hat laut dem Wirtschaftsblatt auch das Saarland um Tesla geworben. Die Gespräche befänden sich aber noch in einem frühen Stadium, hieß es weiter. Auch über einen Standort in den Niederlanden sei verhandelt worden. Ein Zuschlag für ein deutsches Werk ist demnach noch nicht sicher.

Übersicht