Update gegen Überhitzungs-Probleme: Apple will Macbook Pro per Software kühlen

Mit einem Software-Update reagiert Apple auf die Hitzeprobleme der neuen Macbook-Pro-Familie. Es soll einen Fehler beheben, durch den die Geräte bei starker Beanspruchung ihre Leistung drosseln, um einem Schaden vorzubeugen.

Nur im Eisschrank performte das neue Macbook Pro bisher wie gewünscht
(Foto: Screenshot Youtube @Dave Lee)

Ein Überhitzungsproblem hat in den letzten Wochen zu einigem Frust bei den Besitzern der neuen Macbook-Pro-Generation geführt. Bei rechenintensiven Aufgaben heizen sich die Geräte schnell stark auf und drosseln dann automatisch die Leistung um Schäden zu vermeiden. Dadurch fiel insbesondere das Topmodell mit Intels aktuellem Core-i9-Sechskernprozessor in einigen Benchmarks sogar hinter den Vorgänger mit schwächerer Core-i7-CPU zurück. Die einzige Lösung bestand bisher darin, das Gerät im Kühlschrank zu betreiben (siehe Video). Jetzt reagiert Apple auf das Problem – etwas ungewöhnlich – mit einem Software-Update, das ab sofort an die betroffenen Modelle (sowohl mit 13 als auch mit 15 Zoll) verteilt werden soll.

Wie das Unternehmen mitteilt, habe man die Ursache für die Überhitzung in einem fehlenden digitalen Schlüssel ausgemacht. Dieser werde mit dem Patch nachgeliefert, wodurch das Problem behoben werde. Darüber hinaus entschuldigte sich das Unternehmen bei den Käufern dafür, dass sie sich bei ihren nagelneuen Geräten bisher mit einer »suboptimalen Performance« herumärgern mussten. Bei internen Tests sei das Problem zuvor nicht in dieser Deutlichkeit aufgefallen, erklärte ein Apple-Vertreter das etwas peinliche Versäumnis außerdem gegenüber The Verge. Ob das Update das Problem tatsächlich beheben und die volle Leistungsfähigkeit entfesseln kann, werden die ersten Benchmarks in den nächsten Tagen sicherlich schnell zeigen.