Mining-as-a-Service floppt: Aus für den »Kodak KashMiner«

Der zum Jahresanfang auf der CES vorgestellte »Kodak KashMiner« wird eingestampft. Experten hatten das Mietgerät zum Bitcoinschürfen und die damit versprochenen Gewinne von Anfang an als völlig unrealistische Luftnummer kritisiert.

Nach dem Einschreiten der SEC ist der Kodak KashMiner jetzt endgültig am Ende
(Foto: kodakhashpower.com / Spotlight Energy)

Er war eine der am heißesten diskutierten Neuvorstellungen auf der diesjährigen CES, jetzt ist der Kodak KashMiner schon wieder Geschichte. Das Miet-Gerät, mit dem Kunden Bitcoins schürfen und dafür einen Teil der erworbenen Coins behalten sollten, wird nun erst gar nicht ausgeliefert. Schon damals, zur Hochzeit des Kryptowährungshypes mit Kursen jenseits der 20.000 Dollar-Marke, hielten viele Experten den versprochenen Gewinn von rund 400 Dollar pro Monat für völlig unrealistisch. Nicht gerade seriös mutete zudem die Vertragsbedingung an, die Miete von 3.400 Dollar für zwei Jahre im Voraus bei der Bestellung bezahlen zu müssen. Für diese Summe hätten sich die Kunden locker selbst ein entsprechendes Gerät anschaffen können.

Spätestens nach dem Kurseinbruch der letzten Monate ist nun selbst den euphorischsten Miningfreunden klar, dass die Idee zum Scheitern verurteilt sein wird. Darüber hinaus hat sich nun auch noch die amerikanische Finanz- und Börsenaufsicht Securities and Exchange Commission (SEC) eingeschaltet und dem Treiben ein definitives Ende gesetzt. Der Macher hinter dem KashMiner, der Energieversorger Spotlight Energy, erklärte daraufhin, dass er die bereits produzierten Miner deshalb künftig selbst in einer Mining-Farm in Island einsetzen werde. An Kunden sei bisher noch keines der Geräte ausgeliefert worden.Dabei hatte das Unternehmen noch wenige Tage nach der CES verkündet, die ersten 30 Geräte seien schon vermietet und für weitere 300 gäbe es Interessenten.

Den größten Schaden hat damit letztlich aber wohl Kodak, dessen Image durch das zweifelhafte Geschäftsmodell und das Ende des KashMiners leidet. Genoss das Unternehmen auf der CES zunächst noch die durch das Produkt generierte weltweite Aufmerksamkeit, distanziert es sich inzwischen deutlich davon und betont, Spotlight habe zwar tatsächlich eine gültige Lizenz für die Nutzung des Namens erworben, es habe sich dabei aber nie um ein Produkt von Kodak selbst gehandelt.