Chip-Riese feiert sein 50. Jubiläum: Intel steht vor großen Herausforderungen

Intel blickt auf eine bewegte Zeit zurück. Zahlreiche Klippen und Untiefen umschiffte der Chip-Riese mit Bravour. Doch neue Konkurrenz ist im Anflug - und ein ungelöstes Design-Problem könnte sich zum Super-GAU auswachsen.

Intel feiert dieses Jahr seinen 50. Geburtstag
(Foto: Intel)

Intel feiert seinen 50. Geburtstag. Ein halbes Jahrhundert lang hat der Chipgigant mit seinen Erfindungen maßgeblich die Digitalisierung vorangebracht und das Zeitalter des Personal Computers überhaupt erst ermöglicht. Das Fest am 18. Juli will Intel gebührend begehen. 1.500 Drohnen sollen am Firmensitz in Santa Clara synchron aufsteigen und eine fulminante LED-Lichtshow in den Himmel schreiben. Das soll ein Weltrekord werden - und zeigen, dass Intel noch immer innovativ und agil ist. Doch trotz der Erfolgsgeschichte wird ein Umstand die Geburtstagslaune trüben: Im Kern der Intel-Prozessoren klaffen gefährliche Lücken. Und das könnte nur die Spitze des Eisbergs sein, vermuten Fachleute.

Vor genau 50 Jahren legten der Physiker Bob Noyce und sein Kollege Gordon Moore den Grundstein für den heutigen Weltkonzern. Beide gehörten den legendären »Untreuen Acht« an, der Gruppe von Managern, die aus Unzufriedenheit mit der Entwicklungsstrategie ihres damaligen Arbeitgebers Fairchild Semiconductor ihre eigene Firma gründeten. Noyce und Moore sahen die Zukunft darin, mehrere Transistoren auf einem Stück Halbleiter zu verbinden. Mit seiner Erfindung des integrierten Schaltkreises legte Noyce gemeinsam mit Jack Kilby von Texas Instruments den Grundstein für den modernen Mikroprozessor, der auch heute noch das Herz eines jeden PCs bildet.

Zunächst legte Intel den Schwerpunkt auf die Produktion von Speicherchips. Der erste Mikroprozessor entstand 1971 kurioserweise, weil zwei Intel-Ingenieure den Wunsch eines Kunden schlicht ignorierten. Eigentlich sollten sie einen Chip für eine simple Rechenmaschine bauen. Die Intel-Entwickler entschieden dann aber auf eigene Kappe, einen deutlich leistungsfähigeren Chip zu konstruieren, Intels ersten serienreifen Mikroprozessor 4004. Erst 1978 brachte Intel dann mit dem 8086 den ersten Prozessor der x86er-Reihe auf den Markt, der die Ära des Personal Computers einläutete.

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