CE-Gruppe Expert in der Transformationsphase: Nachwuchskräfte für das digitale Zeitalter gesucht

Expert kann für das abgelaufene Geschäftsjahr gute Zahlen ausweisen. Aus der Bilanz wird aber deutlich: Der CE-Verbund schrumpft. Expert will verstärkt Nachwuchskräfte gewinnen, die sich den neuartigen Herausforderungen im Retail-Markt stellen.

Der Expert-Vorstand: (v. li.) Dr. Stefan Müller,Jochen Ludwig (Vorstandsvorsitzender) und Gerd-Christian Hesse
(Foto: Expert)

Auf seiner Bilanzkonferenz konnte die Expert-Gruppe für das abgelaufene Geschäftsjahr einmal mehr ordentliche Umsatzzahlen bekannt geben: Der Innenumsatz zu Industrieabgabepreisen ohne Mehrwertsteuer stieg um 1,3 Prozent auf 2,15 Milliarden Euro. Jochen Ludwig, der zum 1. April den Vorstandsvorsitz der Expert SE von Volker Müller übernommen hat, lobt die Fortschritte, welche die Gesellschafter im Rahmen der Digitalisierungsstrategie des Verbunds gemacht haben: »Die Stärke unserer Fachhändler liegt in der hohen Beratungs- und Servicequalität, die sie tagtäglich auf der Fläche unter Beweis stellen. Hinzu kommt, dass die im Rahmen unserer Digitalisierungsstrategie vorgestellten Maßnahmen konsequent umgesetzt wurden.« Gleichzeitig kündigt er eine Fortsetzung des Digitalisierungsvorstoßes an: »Darauf ruhen wir uns aber nicht aus - im neuen Geschäftsjahr werden wir im Bereich E-Commerce den Abstand zu den großen Online-Wettbewerbern verkleinern und für unsere Kunden in der digitalen Welt insgesamt präsenter sein.«

Die Gruppe hat bereits mehrere Initiativen aufgesetzt, mit welchen man die Fachmärkte für die Herausforderungen der digitalen Transformation rüsten will. Dazu zählen Initiativen für die Modernisierung des Point of Sale wie »Expert Neo«: Die im vergangenen Jahr eingeführte Tabletanwendung, die Fachberatern alle verkaufsrelevanten Informationen per Tablet zur mobilen Verkaufsberatung und schnellen Rechnungserfassung am PoS zur Verfügung stellt, sei mittlerweile mit rund 1.500 Tablets an fast 200 Standorten implementiert. Die flächendeckende Einführung wird noch dieses Jahr abgeschlossen. Darüber hinaus setzt Expert bereits seit längerem auf ein subventioniertes »Innovationspaket«, das die Gesellschafter unter anderem beim Ladenumbau, beim Online-Marketing oder im administrativen Bereich Unterstützung bieten soll.

Nachdem Expert lange Zeit nur einen Onlinewarenkatalog angeboten hatte, der Kunden zum Besuch der Märkte verleiten sollte, war ein wichtiger Durchstarter die Einführung der dezentralen Onlineshops der Gesellschafter. Diese Shop werden von den Märkten selbst betrieben, das Angebot bildet jeweils das stationäre Sortiment ab. »Unser Ziel ist es, die Stärke des stationären Fachhandels, das Know-how und Engagement unserer Händler, mit der Onlinewelt zu verbinden«, gibt der Vorstandsvorsitzende vor.

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