Fallende Preise für Grafikkarten erwartet: GPU-Markt vor Einbruch

Aufgrund voller Lager sollen die Preise für Grafikkarten in den nächsten Wochen rapide fallen. Gleichzeitig droht durch das Ende des Kryptomining-Booms eine Flut gebrauchter Ware den Markt zu überschwemmen.

Die Preise für Grafikkarten sollen in den nächsten Wochen deutlich fallen
(Foto: Alexander Limbach - Fotolia)

Die Situation im Markt für Consumer-Grafikkarten wird immer schwieriger. Nachdem Kryptominer monatelang massiv Grafikkarten aufgekauft hatten, verkehrt sich die Situation nach dem Einbruch der Kurse für Bitcoin und Co nun ins Gegenteil und eine wahre Flutwelle gebrauchter Grafikkarten rollt an. Gleichzeitig haben die Hersteller wegen der gesteigerten Produktionskapazitäten ihre Lager voll. Als dritter Faktor kommt zudem noch dazu, dass die Vorstellung der nächsten Generation erwartet wird. Marktbeobachter gehen davon aus, dass Marktführer Nvidia noch innerhalb der nächsten zwei Monate seine neuen Geforce-Modelle aus der Turing-Familie, mit denen die Fertigungsgröße der GPUs teilweise auf 7nm schrumpfen soll, der Öffentlichkeit präsentieren wird.

Auch wenn diese Modelle wie die 1180 und 1170 dann wohl erst im Herbst in den Handel gelangen, kann die aktuelle Politik einiger Hersteller, die Preise möglichst hoch zu halten, vor diesem Hintergrund nicht mehr funktionieren. Das bestätigen auch Insiderberichte, wie sie etwa die Digitimes zitiert. Ihnen zufolge sind für die Nächsten Wochen zumindest bei den leistungsstärkeren Modellen Preissenkungen um rund 20 Prozent auf das aktuelle Lineup geplant. So hofft man offenbar wenigstens noch einen Teil der großen Lagerbestände abbauen zu können, bevor sie dann spätestens zum Weihnachtsgeschäft zum absoluten Ladenhüter und abgeschrieben werden müssen.