Startschuss für Ausbauprojekt: Superschnelle Ladestationen an Autobahnen

Ein Konsortium der Autohersteller Audi, BMW, Daimler, Ford und Porsche hat die erste von rund 80 geplanten »Triple Charger«-Schnelladestationen für Elektroautos an deutschen Autobahnraststätten in Betrieb genommen.

(Foto: Ionity)

Eine Autobahn-Tankstelle in der Osteifel setzt am Freitag den Auftakt für ein Netz von rund 80 Stromtankstellen mit einer neuen Technik zum besonders schnellen Laden von Elektroautos. Die Ultra-Schnellladestation auf der Tank- und Rastanlage Brohltal an der A 61 sei die erste dieser Art in Deutschland, teilte das Unternehmen Autobahn Tank & Rast mit. Sie soll Teil eines großen, überregionalen Netzes von Hochgeschwindigkeits-Ladepunkten werden.

Auch in weiteren europäischen Ländern ist das Betreiberkonsortium aktiv. Der rheinland-pfälzische Verkehrsminister Volker Wissing (FDP) sprach vor der Inbetriebnahme am Mittag von einem »gewichtigen Argument, um E-Autos für die Verbraucher attraktiv zu machen«.

Die Stationen mit einer Leistung von bis zu 350 Kilowatt (kW) werden von der Ionity GmbH vorangetrieben - einem Gemeinschaftsunternehmen von Daimler, BMW, Audi, Porsche und Ford. Das geplante Netz der neuen Stromtankstellen für den Fernverkehr soll die bislang noch relativ geringe Verbreitung von Elektroautos anschieben. An den 350-kW-Stationen kann ein E-Fahrzeug nach Angaben der Betreiber in durchschnittlich 20 bis 30 Minuten voll aufgeladen werden. An den Autobahnen gibt es bisher mehr als 300 Ladestationen mit einer Leistung von 50 bis 150 kW.

Wegen ihrer drei Ladeabgänge werden die neuen Stromtankstellen als »Triple Charger« bezeichnet. Dabei handelt es sich um zwei Ladungen mit Gleichstrom und eine mit Wechselstrom. Die jeweilige Ladezeit ist unter anderem abhängig vom Zustand der Batterie und der jeweiligen Außentemperatur.

Kommentare (1) Alle Kommentare

Antwort von Andreas Kroll , 07:33 Uhr

Ich finde es als Elektroautofahrer wirklich toll das sich hier endlich was tut! Allerdings sind mit Ladestationen wie die neu gebaute in Limburg Süd wesentlich lieber, da hier ALLE gängigen Elektrofahrzeuge laden können und nicht nur nach irgendwelchen europäischen Standards oder Tesla Standards entsprechende.

Es macht keinen Sinn an öffentlichen Plätzen Ideologien durchsetzen zu wollen. Wer dort Ladestationen erreichtet, muss verpflichtet werden wenigstens 1-2 3-Fach-Lader zu platzieren. Ich denke, beim Gesamtpreis der Anlage macht das den Kohl dann auch nicht fett und alle wären zufrieden und könnten ein tolles Angebot auch nutzen.

Solche Beispiele sollten keine Schule machen, gerade weil eben für die Bereitstellung der Infrastruktur Böden aufgerissen werden und es viel Arbeit bedeutet so etwas zu realisieren. Wenn, dann bitte richtig und für alle nutzbar.