»Automatisierung einzelner Vertriebsprozesse«: Stellenabbau bei Also Deutschland

Insidern zufolge hat Distributor Also hierzulande Stellen gestrichen und rund 40 Mitarbeiter entlassen. Die Zahl will der Broadliner so nicht bestätigen. Man habe anderseits in anderen Bereichen Personal aufgestockt.

Simone Blome-Schwitzki mit Also-Geschäftsführungskollege Andreas Ruhland
(Foto: CRN)

Nach Informationen der CRN hat Also Deutschland eine größere Zahl von Stellen abgebaut. Insider sprechen gegenüber CRN von insgesamt 40 Mitarbeitern am Standort Soest. »Wir haben unter anderem als Folge der Automatisierung einzelner Vertriebsprozesse Mitarbeiter verloren«, erklärte Simone Blome-Schwitzki, Chief Customer Officer bei Also Deutschland GmbH auf Nachfrage von CRN.

Quantifizieren will die Managerin den Umfang der Abgänge nicht. Man gebe zu Deutschland grundsätzlich keine Personaldaten bekannt. Die genannte Zahl von Abgängen sei aber zu hoch. Blome-Schwitzki stellt klar, dass Also andererseits an anderen Standorten und in anderen Bereichen eine weitaus höhere Zahl an Mitarbeitern eingestellt habe.

Also Holding ist in 15 Ländern vertreten, das Geschäft in Deutschland wird im Geschäftsbericht dem Segment Zentraleuropa zugerechnet. Hier hat Also 2017 den Umsatz um fast neun Prozent auf 5,44 Milliarden Euro gesteigert. Der Gewinn vor Steuern ging von 90,7 Millionen Euro in 2016 auf 86,7 Millionen Euro zurück. Die Marge sank leicht auf 1,6 Prozent.

Also begründet den Rückgang mit Personalinvestitionen. So wurde in Deutschland das Cloud Backoffice verstärkt sowie Kapazitäten bei der Reverse Logistik – also der RMA-Abwicklung – erhöht.

Kommentare (5) Alle Kommentare

Antwort von Insider , 06:40 Uhr

Das Ganze kommt sicher nicht überraschend, denn den Broadlinern bricht successive das Kerngeschäft weg, sprich der Handel mit dem man gross geworden ist. Das können Amazon & Co. schon lange besser. Wenn man sich ansieht, wer gehen musste stellt man fest, dass es sich durchweg um langjährige - verdiente - Mitarbeiter handelt. Wird der 'alte' Mitarbeiter auf Dauer zu teuer? Schon seit geraumer Zeit werden neue Kollegen zu deutlich schlechteren Konditionen eingestellt (nur 25 Tage Urlaub, nach Tarif Handel von 2002 mit Abschlägen). Will man die 'alte' gestandene Mannschaft gegen billige neue Kollegen durchtauschen? oder macht die Braut sich schick zum Verkauf? Wir beobachten weiter.

Antwort von Paolo Pinkel , 18:54 Uhr

Ist ja mindestens interessant, dass es hier einige Mit-Kommentatoren wirklich ok finden, wenn Mitarbieter, ohne jedes Kritikgespräch zuvor, ohne eine Abmahnung und nach über 10 Jahren völlig unbegründet freigestellt werden. Ich finde das nicht ok und daher schreibe ich hier. Ist ja der Sinn der Kommentare das Thema zu diskutieren.

Natürlch ändern sich die Zeiten und Märkte und es gilt sich zu orientieren. Aber ein Indikator, dass im Job etwas nicht gut läuft sollte doch schon eine Kommunikation vor der Kündigung sein, nicht die Kündigung selber? Wir sind ja zum Glück (für die Angestellten) nicht in den USA. Und Menschen die sich diese Zustände herbeiwünschen, haben sicher nicht dieselben Sorgen wie der Familienvater oder der Vorgsetzte in den 40ern, der es jetzt schwer haben wird, einen vergleicbaren Job zu finden.

Da ich (als Laie) die juristische Perspektive diese "Kündigungen" durchzubekommen als extrem schlecht einschätzen würde könnte jemand aus der Hubschrauberperspektive auch von einem koordiniertem und vielfachem Mobbing/Bossing durch die GF (gemäß Homepage sind das ausschließlich Simone Blome-Schwitzki und ANdreas Ruhland (der Mann aus Peru ist fein raus)) der ALSO Deutschland GmbH sprechen.

Sollten diese Mitarbeiter keinerlei Chance erhalten haben, ggf. nach Kritik Ihr angemahntes Fehlverhalten zu ändern, könnte der GF die Aussichtlosigkeit Ihres Handelns klar sein und Sie will hier über Stress Druck aufbauen.

Um hier jenseits der klassischen Kündigungsschutzklage aktiv zu werden, wäre allerdings eine Strafanzeige erforderlich, das ist doch sehr fraglich ob jemand so scharf schießen möchte und ob er seine Position damit verbessert oder die Nerven behält und in ein paar Wochen wieder am Platz sitzt. Wirtschaft ist für Menschen da, nicht andersherum….wäre natürlich ein Hammer wenn jemand die Eier hätte…

Antwort von Matthias L. , 12:19 Uhr

Nach wie vor der Beste Distributor