»Desktop as a Service« als Chance für Systemhäuser: VDI ist zurück!

»Virtual Desktop Infrastructure« war fast in der Versenkung verschwunden. Jetzt kommt wieder Bewegung in das Thema. Wie davon besonders Systemhäuser profitieren, erläutert Christoph Maier, Vorstand des Server-Herstellers Thomas-Krenn.

Virtuelle Desktops stehen heute bei vielen IT-Verantwortlichen wieder im Fokus
(Foto: Microsoft)

Virtualisierte Desktops sind bereits seit vielen Jahren ein Thema in der IT. Angetreten sind sie mit dem Versprechen, die Kosten für den Arbeitsplatz zu senken, indem Bereitstellung und Administration der Desktops zentral im Rechenzentrum erfolgt. Eingelöst wurde das Versprechen nur in den seltensten Fällen. Denn in der Praxis lagen die Kosten für die Infrastruktur und die Aufwände für eine Umstellung so hoch, dass die Einsparungen im Bereich Operations kaum innerhalb einer akzeptablen Zeit zur Amortisation führten.

Die drei Hauptgründe dafür lassen sich alle auf die verfügbare Hardware zurückführen: Zum einen wurde die Infrastruktur aus Kostengründen oft zu knapp dimensioniert. Das sorgte für hohe Latenzen und Wartezeiten, die für die Anwender nicht hinnehmbar waren. Zweitens stieß der Fokus auf Thin Clients vor allem bei Power-Usern im Unternehmen auf erheblichen Widerstand, was sich letztlich auf die Anwenderakzeptanz insgesamt auswirkte. Und drittens war die Technologie noch nicht reif genug, um auch grafisch anspruchsvolle Anwendungen über das Netzwerk anbieten zu können. Nun stehen virtuelle Desktops wieder im Fokus vieler IT-Verantwortlichen. Dabei hat sich der Blickwinkel verändert: Im Mittelpunkt stehen heute weniger Kostensenkungen, sondern Sicherheit, Datenschutz und Flexibilität vor dem Hintergrund der digitalen Transformation.