»Desktop as a Service« als Chance für Systemhäuser: VDI ist zurück!

»Virtual Desktop Infrastructure« war fast in der Versenkung verschwunden. Jetzt kommt wieder Bewegung in das Thema. Wie davon besonders Systemhäuser profitieren, erläutert Christoph Maier, Vorstand des Server-Herstellers Thomas-Krenn.

Desktop as a Service

Christoph Maier, Vorstand des Server-Herstellers Thomas-Krenn
(Foto: Thomas-Krenn-AG)

Der Aufwand, eine VDI aufzubauen, ist jedoch nach wie vor groß. Wir haben bei Thomas-Krenn seit über fünf Jahren alle Unternehmensdesktops mit »VMware View« virtualisiert und speichern die Daten mittels Software-defined Storage. Hier sind aber auch die entsprechenden technischen Kompetenzen im Haus vorhanden. Viele andere kleine und mittlere Unternehmen dürften damit in der Regel überfordert sein. Somit eröffnet sich für Systemhäuser und IT-Dienstleister ein interessanter Markt. Denn in diesem Segment tun sich die Firmen schwer, Sicherheit und Mobilität in dem durch die Digitalisierung geforderten Rahmen sicherzustellen. Spätestens, wenn die ersten Datenschutzverletzungen nach der neuen DSGVO vor den Gerichten Schlagzeilen machen, sollte jedem die Notwendigkeit strikter Datensicherheit klar werden.

VDI ist hier sicher nicht das einzige Instrument, kann aber ein wichtiger Baustein sein. Die Arbeitsumgebung der Anwender ist in den meisten Unternehmen ein notwendiges Übel, das nicht zur Differenzierung am Markt taugt. Desktop as a Service erlaubt es, diesen Teil der IT wie Mail- oder Web-Server auszulagern. Kosteneinsparungen werden da sicher gerne angenommen. Aber im Mittelpunkt stehen andere Werte.