»Desktop as a Service« als Chance für Systemhäuser: VDI ist zurück!

»Virtual Desktop Infrastructure« war fast in der Versenkung verschwunden. Jetzt kommt wieder Bewegung in das Thema. Wie davon besonders Systemhäuser profitieren, erläutert Christoph Maier, Vorstand des Server-Herstellers Thomas-Krenn.

Sicherheit und Mobilität

Die Arbeitswelt ändert sich rapide und damit auch die Anforderungen an den Arbeitsplatz
(Foto: Elnur - Fotolia)

Die Arbeitswelt ändert sich rapide. Die Marktbeobachter von IDC machen dafür drei Faktoren aus: »Die Nutzung innovativer Technologien im Zuge der Digitalisierung, die demographischen Auswirkungen durch die nachrückende Mitarbeitergeneration und neue Rechtsvorgaben für den Umgang mit Daten und Informationen durch die DSGVO werden das zukünftige Arbeiten im Jahr 2018 und darüber hinaus grundlegend verändern. Unternehmen müssen mit dieser Beschleunigung Schritt halten, denn ein stärker technologiegestütztes Arbeiten wird für ihre zukünftige Wettbewerbsfähigkeit unerlässlich sein.»

Aus Sicht von IDC sind damit die Unternehmen im Zugzwang, Arbeitsplätze bereitzustellen, die diesen Veränderungen gerecht werden: »Die Bereitstellung von Smart Devices, der ortsunabhängige Zugriff auf Software aus der Cloud, virtualisierte Thin-Client-Umgebungen, der einfache und sichere Zugriff auf Dokumente oder auch der Austausch über Enterprise Social Networks sind heute schon Commodity und werden gerade von Mitarbeitern der Generation Y als selbstverständlich vorausgesetzt. Hier bietet sich laut IDC »Desktop-as-a-Service« an, das heißt eine »Virtual Desktop Infrastructure« (VDI) als Managed Service oder aus der Cloud.

Schaut man statt auf die mögliche Kostenersparnis auf die Vorteile virtueller Desktops im täglichen IT-Betrieb, scheint dieser Ansatz in der Tat in der Lage zu sein, viele Herausforderungen der digitalen Transformation zu meistern. Vor allem in Sachen IT- und Datensicherheit ist der zentral betriebene und administrierte Desktop den lokalen Installationen weit überlegen. So ist die Arbeitsumgebung gegenüber dem lokalen System komplett abgeschottet. Ein Angreifer auf dem lokalen System bekommt keinen Zugriff auf sensible Unternehmensdaten. Alle relevanten Daten sind zu jeder Zeit unter der Kontrolle der IT-Organisation, unabhängig davon, wo der Benutzer gerade arbeitet oder welches Endgerät er benutzt. Damit gewinnen die Mitarbeiter ein neues Maß an Freiheit bei der Geräte- und der Ortswahl, ohne dass sich die IT mit BYOD (Bring Your Own Device)-Verwaltung und anderen kaum zu beherrschenden Ansätze befassen muss.