Durchwachsenes Halbjahresergebnis: Ceconomy steht vor Herausforderungen

Die Ceconomy AG weist durchwachsene Halbjahreszahlen aus. Spekulationen über ein schleichendes Ende für die Marke Saturn setzen dem Konzern ­zudem zu.

(Foto: Ceconomy)

Die Ceconomy AG, Muttergesellschaft von Mediamarkt und ­Saturn, hat im ersten Halbjahr seines Geschäftsjahres 2017/2018 einen Umsatz von knapp 12,2 Milliarden Euro erzielt und liegt damit nur 0,3 Prozent über dem vergleichbaren Vorjahreswert. Das Nettoergebnis im ersten Halbjahr ist allerdings um gut 63 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum rückläufig: Statt 109 Millionen Euro erzielte Ceconomy im ersten Halbjahr ein Nettoergebnis von 40 Millionen Euro. Allein im zweiten Quartal des Geschäftsjahres lag das Nettoergebnis bei Minus 68 Millionen Euro.

CEO Pieter Haas betont die positiven Aspekte: Weiter steigende Online- und Dienstleistungsumsätze sowie ein bereits eingeführtes hartes Sparprogramm, das die Ergebnisentwicklung positiv gestalten soll. Doch die Aktie verlor, nicht zuletzt, weil der Großhändler Metro, an dem Ceconomy auch nach der Abspaltung noch immer eine zehnprozentige Beteiligung hält, eine massive Wertminderung erfahren hat. Analysten gehen überdies davon aus, dass Ceconomy nach Einführung neuer Börsenregeln womöglich eine Ende der MDAX-Mitgliedschaft droht. Die Zahl der in Streubesitz befindlichen Aktien sei nicht hoch genug.

Zudem war Ceconomy zuletzt gezwungen ein baldiges Aus für die Marke Saturn zu dementieren. Ein Bericht der Zeitung »Werben & Verkaufen« vollzieht den schleichenden Rückzug der Marke Saturn jenseits der D/A-Region nach: In fast allen Märkten außerhalb Deutschlands und Österreichs gingen die Saturn-Märkte mittlerweile in Mediamarkt auf. Die Pressestelle des Konzerns betont indes, dass man in der D/A-Region an der Zwei-Marken-Strategie festhalten wolle. Eben erst zog Ceconomy ein sehr positives Fazit für den ersten kassenfreien Saturn-Express-Store in Innsbruck Das Modell soll nun ausgeweitet werden.