Katerstimmung vor der Fußball-WM: Unterhaltungselektronik im ersten Quartal rückläufig

Mit der Einführung des neuen digitalen Antennen-Fernsehens DVB-T2 feierte die Unterhaltungselektronik-Branche 2017 ein rauschendes Fest. In diesem Jahr folgt nun der Kater. Die Branche hofft aber noch auf ein bevorstehendes Event.

Der Markt für Unterhaltungselektronik ist im ersten Quartal des Jahres bei einem Umsatz von 2,2 Milliarden Euro um 9,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahresquartal zurückgegangen. Wie aus dem am Donnerstag veröffentlichten Hemix-Index hervorgeht, wurde mit TV-Geräten 8,4 Prozent weniger Umsatz gemacht. Die verkaufte Stückzahl ging mit 1,6 Millionen Geräten um 14,3 Prozent zurück. Dies gehe vor allem darauf zurück, dass durch die Umstellung auf den terrestrischen Standard DVB-T2 HD im ersten Quartal 2017 besonders hohe Verkaufszahl erzielt wurden, teilte die Branchengesellschaft gfu mit.

Bei privat genutzten Telekom-Produkten sorgten Smartphones und Wearables für Umsatzzuwächse, das Segment legte insgesamt um 10,7 Prozent zu. Im PC-Bereich konnten Zuwächse bei Desktop-PCs und Tablets (5,4 und 4,9 Prozent) den Rückgang bei IT-Produkten (minus 2 Prozent) nicht stoppen. Insgesamt hielt sich der Markt für alle Heimelektronik-Produkte mit einem Zuwachs von 0,3 Prozent auf dem Vorjahresniveau, 10,1 Milliarden Euro wurden umgesetzt.

Für das laufende Jahr erwartet die Branche eine insgesamt positive Entwicklung. Vor allem bei den traditionellen Zugpferden, den neuen TV-Modellen, setzen die Anbieter auf die Fußball-Weltmeisterschaft als Verkaufstreiber. »Ein sportliches Großereignis wie die Fußball-WM hat einen erheblichen Einfluss auf den Markt«, sagte Samsung-Manager Leif-Erik Lindner. Wichtig für das gute Geschäft sei der Trend zu großen Bildschirmdiagonalen. Zugleich würden die Geräte günstiger. Die Kunden seien aber bereit, für mehr Bildqualität mehr Geld auszugeben. So werde grundsätzlich ein höherer Durchschnittspreis verzeichnet. Samsung hat in Deutschland nach eigenen Angaben einen Marktanteil von rund 35 Prozent.