Flächenmärkte im Wandel: Kaufverhalten bestimmt Zukunft am PoS

Die Retailer, Flächenmärkte und Handelsketten befinden sich im Umbruch. Nicht nur die Verzahnung zwischen stationärem und Online-Geschäft treibt sie um. Sondern die ­Digitalisierung an allen Ecken und Enden am PoS und bei den Kunden. Das veränderte Kaufverhalten verlangt neue Konzepte – auch von den Lieferanten.

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»Handel ist Wandel!« Wohl kein anderes Sprichwort wird in der Branche so häufig zitiert. Und das schon seit mehr als 60 Jahren, spätestens seit 1957, als der erste Supermarkt in der Bundesrepublik eröffnet wurde; in Köln, auf einer Fläche von 2.000 Quadratmetern. Zwei Jahre später gab es nicht nur Lebensmittel auf der Fläche, sondern auch Non-Food-Artikel. Den Wandel spüren nicht nur die Fachhändler mit gerade mal hundert, oder auch ein paar Quadratmeter mehr Verkaufs- und Beratungsfläche, sondern ebenso die Retailer, Fachmärkte und Handelsketten. Mithin jene, die in der Vergangenheit häufig nur über Flächenzuwachs zulegen konnten. Oder anders gesagt, deren Umsatz, um die zusätzliche erworbene Fläche bereinigt, eher eine maue Entwicklung genommen hat.

Dabei geben die Verbraucher Jahr für Jahr mehr Geld für IT-, TK- und CE-Produkte aus; ungeachtet des Preisverfalls in einigen Produktsegmenten. Folglich ist es nicht die Kaufbereitschaft, an der es mangelt, sondern vielmehr das Kaufverhalten der Kunden. Hat sich doch – nicht zuletzt durch den prosperierenden Onlinehandel – der Markt verlagert, was wiederum dem stationären Handel gewaltig zu schaffen macht. Immerhin schöpfte der gesamte Onlinehandel im vergangenen Jahr in Deutschland ein Umsatzvolumen von knapp 49 Milliarden Euro ab – für das laufende Jahr erwartet dieses Handelssegment ein Volumen von mehr als 53 Milliarden Euro. An diesen E-Commerce-Umsätzen war die CE-/Elektro-Branche 2017 mit 12,2 Milliarden Euro beteiligt; Tendenz steigend.