Die Komponentenkrise ebbt ab: »Von der Hand in den Mund gelebt«

Im Interview mit CRN äußert Michael Christlmaier, Key Account Manager beim Komponenten-Spezialisten Ecom, Hoffnung auf eine nachhaltige Stabilisierung des Marktes.

Michael Christlmaier von Ecom sieht positive Zeichen für eine Entspannung im Komponentenmarkt
(Foto: Ecom)

CRN: Herr Christlmaier, wie beurteilen Sie die Probleme des Marktes im Bereich Flash-Speicher?
Michael Christlmaier: Flash-Speicher waren im letzten Jahr durchwegs schlecht verfügbar und die Preise sind tendenziell angestiegen. Ursache ist, dass Flash Speicher nicht mehr nur in den klassischen PC Komponenten verbaut, sondern vermehrt von anderen Industriezweigen nachgefragt werden. Mittlerweile haben die Hersteller die Produktionskapazitäten angepasst und die Lage entspannt sich wieder.

CRN: Inwieweit waren Ecom und seine Kunden auch im Bereich Grafikkarten von den Verfügbarkeitsengpässen betroffen?
Christlmaier: Der Grafikkartenmarkt wird seit Anfang 2017 vom Mining Boom bestimmt. Leistungsfähige Grafikkarten waren teilweise überhaupt nicht mehr zu bekommen, die Preise sind rasant angestiegen. Besonders Assemblierer, die sich auf Gaming PCs spezialisieren, waren und sind nach wie vor von der schlechten Verfügbarkeit betroffen. Zuverlässige Aussagen zu Verfügbarkeiten und Preisen konnten nicht abgegeben werden, wir haben sozusagen von der Hand in den Mund gelebt.

CRN: Wie konnten Sie dieser misslichen Situation begegnen?
Christlmaier: Die wenigen verfügbaren Grafikkarten haben wir möglichst breit unseren Händlern zugeteilt. Ohne verfügbare Grafikkarten litten auch die Umsätze aller anderen Komponenten. Daher waren, und sind wir bestrebt unsere über die Jahre hinweg treuen Geschäftsfreunde zu versorgen.

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