Leistungsschub für den Mini: Das kann der Raspberry Pi 3B+

In seiner neuesten Version »3B+« bringt der Raspberry Pi neben einem etwas schnelleren Prozessor vor allem deutlich beschleunigte Netzwerkverbindungen per LAN und WLAN mit.

Zwei neue Chips sorgen für eine wesentliche Beschleunigung beim Raspberry Pi 3B+
(Foto: Raspberry Pi Foundation)

Die Raspberry Pi Foundation hat ihrem beliebten Mini zum heutigen Pi-Day (14.3. – in Anlehnung an die Kreiszahl Pi 3,14 bei der amerikanischen Datumsschreibweise 3/14) ein respektables Hardware-Upgrade spendiert. Der heute neu vorgestellte Raspberry Pi 3B+ wird jetzt von Broadcoms aktuellem »BCM2837B0«-SoC angetrieben. Wie schon beim Vorgänger handelt es sich hier wieder um eine Vierkern-CPU (ARM Cortex-A53 / ARMv8) mit 64-Bit-Unterstützung, die aber – unter anderem durch den von 1,2 auf 1,4 GHz erhöhten Takt – etwa 17 Prozent schneller sein soll. Um die dabei entstehende Hitze abzuleiten, wird der Prozessor nun mit einem neuen effizienteren Heatspreader-Deckel bedeckt. Überschreitet das SoC im Kern dennoch einmal die Temperaturschwelle von 70 Grad, werden die Taktrate und vCore-Spannung automatisch etwas reduziert, sodass die kritische Schwelle von 80 Grad, bei der die volle Temperaturdrosselung einsetzt, nicht so schnell erreicht wird.

Weitaus größer und wichtiger als beim SoC ist jedoch die Beschleunigung des neuen Pi-Modells in Sachen Netzwerkverbindungen. Statt den bei seinen Vorgängern genutzten LAN951x-Chips spendiert die Raspberry Pi Foundation dem Pi 3B+ nun den neu entwickelten LAN7515 von Microchip, der Gigabit-Ethernet unterstützt. Auch wenn davon wegen der Beschränkungen des USB 2.0-Anschlusses mit dem Pi 3B+ nur etwa 300 Mbit/s tatsächlich nutzbar sind, bedeutet das im Vergleich zu den bisherigen Modellen dennoch mehr als eine Verdreifachung der Anbindung des Pis im kabelgebundenen Netzwerk.

Und auch beim WLAN sorgt ein neuer Chip dafür, dass der Pi nun einerseits etwas schneller im 2,4-GHz-Band unterwegs ist und andererseits gleichzeitig erstmals auch 5-GHz-Frequenzen nutzen kann. Als kleines Extra wird mit dem Cypress »CYW43455« Combo-Chip auch der aktuelle Bluetooth-Standard 4.2 unterstützt, der jedoch kaum echte Vorteile gegenüber dem bisherigen Bluetooth 4.1 bringt.

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