PC-Absatz in Deutschland 2017 erneut rückläufig: Spitzenduo dominiert PC-Markt - kleine Anbieter verlieren

In Deutschland werden immer weniger klassische PCs gekauft. Der Absatz ging im Weihnachtsquartal und im Gesamtjahr 2017 erneut zurück. Das bekommen vor allem die kleineren Hersteller zu spüren, während die beiden Marktführer zusammen fast die Hälfte des Marktes beherrschen.

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Die Verkaufszahlen bei klassischen PCs gehen nach wie vor auch in Deutschland zurück. Das zeigen die aktuellen Zahlen des Marktforschungsinstituts Gartner. Danach wurden im vierten Quartal 2017 3,1 Millionen PCs in Deutschland ausgeliefert. Das entspricht einem Rückgang von 2,4 Prozent gegenüber dem vierten Quartal 2016. Im Gesamtjahr 2017 wurden im deutschen Markt 10,3 Millionen PCs verkauft und damit fasst das Vorjahresniveau von 10,4 Millionen Geräten gehalten (Minus 0,8 Prozent).

»Der wachsende Zuspruch zu Produkten wie Sprachassistenten und Smartwatches hatte eine dämpfende Wirkung auf den PC-Markt und sorgte dafür, dass dieser hinter den Erwartungen zurück blieb«, erläutert Meike Escherich, Principal Research Analyst bei Gartner.

Generell sind mobile Geräte noch deutlich beliebter. Laut Gartner ging die Nachfrage nach Desktop-PCs im vierten Quartal erneut um 4,7 Prozent zurück, während Mobile PCs nur um 1,3 Prozent abfielen. Stark gefragt sind dagegen ultramobile Geräte. Deren Anteil an den verkauften Mobilrechnern stieg auf 32 Prozent, das sind 8,9 Prozent mehr als im Vorjahr.

Selbst im traditionell starken Weihnachtsquartal hielten sich private Endkunden 2017 auffällig zurück. Trotz zahlreicher Weihnachtsangebote fiel die Zahl der PCs, die an Privatanwender verkauft wurden, gegenüber dem vierten Quartal 2016 um 13 Prozent. Im Markt für Geschäftsanwender dagegen stieg die Anzahl der ausgelieferten PCs dagegen um sieben Prozent an.

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