Bis zu 146 Milliarden Dollar: Broadcom erhöht Qualcomm-Gebot

Mit einer deutlichen Aufbesserung seines Übernahmeangebots will Broadcom die Führung von Qualcomm dazu bewegen, dem Verkauf doch noch zuzustimmen.

Broadcom will noch einmal 12 US-Dollar pro Qualcomm-Aktie drauflegen

Der Chipkonzern Broadcom hat sein Übernahmeangebot für den Konkurrenten Qualcomm auf insgesamt 146 Milliarden Dollar hochgeschraubt. Damit will Broadcom die Qualcomm-Führungspspitze, die sich bislang gegen einen Deal sperrt, an den Verhandlungstisch bringen. Das Gebot je Aktie werde um 12 Dollar - in Form von Broadcom-Anteilen - auf 82 Dollar angehoben, teilte Broadcom am Montag in San Jose mit. Damit wird Qualcomm mit rund 121 Milliarden Dollar bewertet. Dazu kämen nach früheren Angaben noch Schulden von rund 25 Milliarden Dollar hinzu, falls Qualcomm wie geplant den weiteren Konkurrenten NXP übernimmt.

Bislang hatte Broadcom 70 Dollar für Qualcomm geboten, davon 60 Dollar in bar und 10 Dollar in Broadcom-Aktien. Diese Offerte war von Qualcomm-Chef Steve Mollenkopf als nicht diskussionswürdig eingestuft und zurückgewiesen worden. Außerdem bietet Broadcom dem Qualcomm-Verwaltungsratschef Paul Jacobs und einem weiteren Vertreter der Firma einen Platz im Führungsgremium des fusionierten Unternehmens an. Broadcom versucht zudem mit weiteren Ankündigungen, Bedenken hinsichtlich der Finanzierung oder Auflagen der Regierung zu zerstreuen.