Automobilindustrie auf dem Holzweg: Zukunftstechnologie ohne Zukunft

Indem die meisten der klassischen Automobilhersteller Tesla nacheifern, um ihren Rückstand bei der E-Mobilität aufzuholen, fahren sie sehenden Auges in die nächste Sackgasse. Die Zukunft wird einstweilen andernorts geschrieben.

Die klassische Akkutechnik stößt spätestens in der Masse an ihre Grenzen

Wenn die alteingesessene Automobilindustrie, wie kürzlich wieder in Detroit, über ihre Pläne für die Antriebe der Zukunft spricht, dann geht es dabei meist um die auf klassischen Akkus basierende Elektromobilität. Zu verdanken ist dieses Phänomen vor allem dem bislang nur auf Image und Hoffnungen basierenden »Erfolg« von Tesla Motors. Dessen Nimbus basiert ausschließlich darauf, dass es das Unternehmen mit der Vorstellung seines Roadsters vor zehn Jahren geschafft hat, erstmals auch die automobile Spaßgesellschaft ernsthaft für das Thema der Elektromobilität zu begeistern. Der schicke und agile Roadster holte Elektroautos aus der Ecke der spartanischen Weltverbesserer und sprach direkt den seit jeher eng mit den Karossen verbundenen Hang zur Selbstdarstellung an.

Diesem Erfolg nacheifernd, versuchen nun viele der etablierten Hersteller Teslas Konzept zu kopieren oder adaptieren. Allerdings wird dabei nur zu gerne der Fehler gemacht, das alte Konzept des »höher, schneller, weiter« nun einfach auf die Akku-Boliden zu übertragen. Dabei ist längst absehbar, dass dieser Weg in eine Sackgasse führt. Alle noch so blumig beworbenen Vergrößerungen der Akku-Kapazitäten und Beschleunigungen des Ladevorgangs werden diesen Elektroautos am Ende nichts helfen. Denn unsere Stromnetze sind schlichtweg nicht darauf ausgelegt, in der Breite entsprechende Ladeanschlüsse zur Verfügung zu stellen, weshalb das Konzept für die Masse nicht geeignet ist.

Selbst auf den ersten Blick vielversprechende Ansätze wie Feststoff-Akkus können diese strukturelle Hürde nicht aus der Welt schaffen. Insofern ist auch der Innovationstreiber Tesla selbst ein Gefangener der alten Automobilwelt und ihrer Denkmuster.

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Kommentare (3) Alle Kommentare

Antwort von Axel , 22:28 Uhr

CRN sollte den Artikel über NanoFlowcell redaktionell überarbeiten, handelt es sich doch ( leider ) um eine "Luftnummer". Zu schön, um wahr zu sein, es hätte der "Stein der Weisen" werden können, wenn es sich nach Schweizer Quellen nicht um einen Hochstapler handeln würde. Nunzio La Vecchia verstand es, eine verwitweten Züricher Handelshauserbin 2001 ( mittlerweile mit 89 †) dazu zu bewegen, ca. 39 Mil. SF sowie mehrer Grundstücke in seine Holding einzubringen, um 1/4 der Inhaberaktien zu erwerben. Irgendwann dämmerte es der "gutgläubigen" Dame, verlor aber 2002 den Betrugs- Prozess vor dem Schweizer Bundesgericht ( keine arglistige Täuschung ). Im Aug. 2010 gewann sie jedoch den Zivilprozess vor dem Zuger Kantonsgericht, verstarb aber kurze Zeit danach. Die Erbin konnte die Ansprüche vor dem Zuger Obergericht gegen den beklagten Hochstapler erneut erfolgreich durchsetzen. Leider wird von den zugesprochenen 44 Mil. SF Schadensersatz nicht mehr viel übrig sein. Villa in Ascona und die Grundstücke wurden/ werden rückübereignet.

Die "Finanzspritze" erklärt das aufwendige, und gut inszenierte Schauspiel aus technischer Schimmere , PR und Rhetorik. Herr Nunzio La Vecchia bleibt aber, weiter als Musiker den Elvis aus der Schweiz zu spielen. Den gekauften Dr. Titel der Physik benötigt er da nicht mehr.

Antwort von Martin , 15:21 Uhr

So lange die Industrie "Autos" baut, bleiben sie in der Sackgasse. Sobald man anfängt, über den eigentlichen Nutzen eines Autos nachzudenken, könnte sich das umdrehen. Der Nutzen ist: Personen- und Güterfortbewegung.

Antwort von Back to the roots , 16:12 Uhr

Nikola Tesla träumte zur Jahrtausendwende des letztens Jahrhunderts schon von einer weltweiten Ermegieübertragung über den Äther. Leider wurden seine Versuche und Fiktionen nie ernsthaft von der klassischen Physik weiter verfolgt. Wenn sich heute also eine anerkannte Weltenkanzlerin für die Energiewende ausspricht, dann sollte sie nicht ihrer Erklärung zur Aufhebung der natürlichen Ladungsgrenze von 10^-23 enthalten.