Fujitsu Forum 2017: Fujitsu macht PC-Werk zum Schaufenster für Industrie 4.0

Beim Fujitsu Forum standen Zukunftsthemen wie Industrie 4.0, Internet of Things und Künstliche Intelligenz (KI) im Mittelpunkt. Das meistdiskutierte Thema war jedoch das PC-Joint-Venture mit Lenovo, das Fujitsu Vorteile im hart umkämpften PC-Markt bringen soll.

Smarte Fabrik in Augsburg

Christian Leutner, Fujitsus Verantwortlicher für das Produktgeschäft in Europa (links), und Channelchef Louis Dreher

Für Lenovo ist die PC-Produktion nach wie vor das Kerngeschäft, Fujitsu hat seine Ambitionen dagegen längst deutlich höher gesteckt. Der Hersteller will einer der maßgeblichen Player für die die zukunftsträchtigen Geschäftsfelder Industrie 4.0, Cloud Computing und Künstliche Intelligenz (KI) werden.

Vor allem in Deutschland spiele das Produktgeschäft nach wie vor eine wichtige Rolle, betont Christian Leutner, der seit Anfang des Jahres dafür in Westeuropa die Verantwortung trägt. Auch er betont, dass das Joint Venture mit Lenovo eine reine Einkaufsgemeinschaft sei. »Die Brands bleiben getrennt und wir teilen uns auch keine Märkte auf«, so Leutner. Vor allem aber sei das Werk in Augsburg »nicht Teil des Deals«.

Das ist deshalb wichtig, weil dort eben nicht nur PCs gefertigt werden, wie Channelchef Louis Dreher betont: »Augsburg ist mehr als eine klassische Client-Computing-Fertigungsstätte« Für Fujitsu sei die Produktion in Augsburg längst auch ein Schaufester für die digitale Fabrik. »Industrie 4.0 ist in Augsburg schon sehr stark weiterentwickelt in Richtung Smart Factory.«

Nicht ohne Grund hat Fujitsu sein neugegründetes IoT-Competence Center in München in unmittelbarer Nähe zum Augsburger Werk angesiedelt, um Kunden und Partnern dort die Möglichkeiten von Industrie 4.0 zu zeigen. Gerade im Mittelstand sieht Dreher hier ein Riesenpotenzial für Fujitsu und seine Partner. Dass auch viele Partner das erkannt haben, zeigte die Resonanz auf dem Fujitsu Forum. Dort zog vor allem der in Zusammenarbeit mit Kuka entwickelte Produktionsroboter viel Aufmerksamkeit auf sich, der in der Augsburger Fabrik den Kollegen bereits bei der Endkontrolle zur Hand geht. Rund 1.000 Besucher nutzten dieses Jahr außerdem die Besichtigungsfahrt ins Augsburger Werk – so viele wie nie zuvor, meint Dreher.