Fujitsu Forum 2017: Fujitsu macht PC-Werk zum Schaufenster für Industrie 4.0

Beim Fujitsu Forum standen Zukunftsthemen wie Industrie 4.0, Internet of Things und Künstliche Intelligenz (KI) im Mittelpunkt. Das meistdiskutierte Thema war jedoch das PC-Joint-Venture mit Lenovo, das Fujitsu Vorteile im hart umkämpften PC-Markt bringen soll.

Mehr Einkaufspower und Skaleneffekte

Fujitsus Zentraleuropachef Rolf Werner und Vera Schneevoigt, Senior Vice President und Head of Product Supply Operations,

Demententprechend ging es auch in vielen Gesprächsrunden auf dem Fujitsu Forum um die künftige PC-Kooperation mit dem chinesischen Konkurrenten Lenovo, der lange Verhandlungen vorausgegangen waren (CRN berichtete). Zentraleuropachef Rolf Werner und Vera Schneevoigt, Senior Vice President und Head of Product Supply Operations, in deren Zuständigkeit auch die PC-Fertigung in Augsburg fällt, bekräftigten, dass die Zusammenarbeit für Fujitsu nur Vorteile bringen würde. »Das Joint Venture hat das Ziel, Volumen, Wachstum und Wettbewerbsfähigkeit im weltweiten PC-Geschäft zu steigern«, so Scheevoigt. Der Schwerpunkt liege auf dem gemeinsamen Einkauf und der gemeinsamen Entwicklung mit einem Partner, der wie Lenovo große Volumina und eine entsprechende Einkaufsmacht mitbringe. Negative Auswirkungen vor allem auf das Fujitsu-Werk in Augsburg und die dort beschäftigten Mitarbeiter schloss Schneevoigt aus. Das einzige, was sich ändern würde, sei die Eigentümerstruktur der FCCL.

Für das Augsburger Werk, das Fujitsu Deutschland gehört, wird sich nichts ändern. Denn die Mehrzahl der in Augsburg gefertigten Fujitsu-Produkte, etwa Storage- und Server-System oder Mainboards, fallen nicht in die Zuständigkeit der FCCL. Im vergangenen Jahr hatte Fujitsu die Produktion dort außerdem für Drittanbieter geöffnet. Für das Clientgeschäft der FCCL werden in Augsburg lediglich die Desktop-PCs für den weltweiten Markt produziert. Und das soll laut Schneevoigt auch so bleiben. Die in Europa verkauften Fujitsu-Notebooks kämen dagegen schon jetzt aus dem Fujitsu-Werk in Japan, das FCCL gehöre. Und auch daran würde sich nichts ändern. Sie schließt deshalb auch aus, dass Lenovo mit seinen immensen Fertigungskapazitäten in China die Produktion der PCs oder Notebooks für Fujitsu irgendwann einmal übernehmen könnte. Allerdings ist das Joint Venture, das mit dem Beginn des neuen Fiskaljahres am 2. April 2018 startet, vorerst auf fünf Jahre befristet, mit Option auf Verlängerung.