Großer Nachholbedarf in Deutschland: Der lange Weg zum Digital Workplace

Obwohl die meisten deutschen Unternehmen und ihre Angestellten sich einig sind, dass die hiesigen Arbeitsplätze zukunftsfähiger gestaltet werden müssen, ist der Weg dorthin noch sehr weit.

Die Digitalisierung macht auch vor dem Arbeitsplatz nicht halt. Moderne Arbeitskonzepte sind in verschiedenen Kategorien wie Zeit, Ort und Ausstattung deutlich flexibler als bisher. Was einst zu festen Zeiten und nur im eigenen Büro stattfand, wird heute in großen Teilen zuhause, unterwegs, an verschiedenen Arbeitsstätten und zu flexiblen Zeiten erledigt. Doch auch wenn diese schöne neue Arbeitswelt an einigen Stellen bereits heute Realität ist, haben die meisten deutschen Unternehmen bei ihrer Umsetzung noch einen weiten Weg vor sich. Das zeigt eine aktuelle Befragung der IDG Research Services in Zusammenarbeit mit dem Telekommunikationsunternehmen Sipgate unter mehr 1.500 Unternehmen und Arbeitnehmern deutlich.

Darin gaben 79 Prozent der Arbeitnehmer an, ihr eigener Arbeitsplatz sei noch »weit entfernt vom« beziehungsweise »nur ansatzweise so«, wie sie sich den Arbeitsplatz der Zukunft vorstellen. Für sie sind die wichtigsten Merkmale der »New Work« vor allem größere Mobilität und bessere Technologie sowie neue Arbeitszeitmodelle und die verstärkte Nutzung technischer Möglichkeiten zur Vereinfachung ihrer Aufgaben. Auch die Unternehmen selbst schätzen den Nachholbedarf ähnlich hoch ein. Nur 40 Prozent sehen sich selbst zumindest schon »relativ weit fortgeschritten« auf dem Weg zum Arbeitsplatz der Zukunft. Gleichzeitig planen 80 Prozent der Firmen innerhalb der nächsten 12 Monate weitere Investitionen in ihre IT-Infrastruktur, um die Arbeitsplätze weiter zu verbessern und zukunftsfähig zu machen. Weitere fünf Prozent planen dies zumindest längerfristig.

Ihr wichtigstes Ziel sehen sie darin, flexibles und mobiles Arbeiten zu ermöglichen und fördern. In den meisten Fällen konzentrieren sich die Unternehmen bei diesen Bestrebungen auf einige Bereiche, die besonders von den neuen Arbeitsmodellen profitieren. Immerhin ein Drittel der Befragten Arbeitgeber plant entsprechende Schritte und Investitionen sogar für alle Bereiche und Abteilungen.

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