Comspot und Telcoland fusionieren: »Wir bauen den größten Apple Premium Reseller Europas«

Comspot und Telcoland bringen ihre Geschäftssparten unter einer neuen Dachgesellschaft zusammen. Im CRN-Exklusivgespräch erklären die Inhaber Michael Hencke und Mathias Harms, wie sie den Apple-Spezialisten künftig aufstellen wollen.

Telcoland-Inhaber Mathias Harms und Comspot-Inhaber Michael Hencke setzen mit der Fusion auf vereinte Kräfte

Telcoland-Inhaber Mathias Harms und Comspot-Inhaber Michael Hencke sind seit gut 20 Jahren im Apple-Vertrieb unterwegs und pflegten, obgleich Konkurrenten, die mit ihren Firmen um die Spitzenposition unter den Apple Premium Resellern (APR) wetteiferten, stets gute Kontakte. Der Apple-Channel wachse zwar stetig, schon aber wegen der regionalen Nähe kamen sich die beiden Hamburger Firmen zuletzt immer stärker ins Gehege, wie die Geschäftsführer im CRN-Gespräch erzählen. »Irgendwann sind wir an dem Punkt angelangt, an dem wir um dieselben Kunden werben mussten. Statt uns mit Margen- und Preiskämpfen gegenseitig zu zerfleischen, haben wir uns auf eine gemeinsame Weiterführung der Geschäftsaktivitäten mit gebündelten Ressourcen geeinigt«, berichtet Michael Hencke. »Denn Größe funktioniert immer!« Und mit der Fusion sehen die beiden Inhaber ihre neue Firma, an der sie jeweils 50 Prozent halten, als größten Apple Premium Reseller Europas im Commercial Channel positioniert. Das fusionierte Unternehmen kommt mit mehr als 260 Mitarbeitern auf einen Gruppenumsatz von über 300 Millionen Euro.

Die »Fusion unter Gleichen« biete nicht nur kundenseitig ein erhöhtes Potenzial, sondern auch gegenüber dem zentralen Herstellerpartner: Schließlich konzentriere sich Apple in Europa in der Betreuungsarbeit ebenfalls zunehmend auf gewichtigere Handelspartner, wie die beiden Firmenchefs beobachten. Die geballte Kompetenz im Apple-Channel, welche die beiden Firmen über die Jahre aufgebaut haben, bleibe uneingeschränkt erhalten, versichern Harms und Hencke: »Keiner der bisher aufgebauten Geschäftsbereiche wird wegfallen. Es wird auch keine Entlassungen geben. Im Gegenteil: Wir rechnen damit, bis Ende 2017 um zehn Mitarbeiter anzuwachsen.« In den kommenden Wochen werden sich die beiden Firmen zwangsläufig vor allem mit Integrationsarbeiten beschäftigen – durch den Zusammenschluss erhoffen sich Comspot und Telcoland aber auch entscheidende Impulse für neue Projekte und den allgemeinen Geschäftsausbau: Neben den stationären Stores will das fusionierte Unternehmen das schon recht gut etablierte Enterprise-Geschäft weiter ausbauen, seine Etail-Kompetenzen forcieren und im Geschäft mit Lösungen fürs Bildungswesen kräftig zulegen.

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