Restrukturierung unter Schutzschirm: Polnischer Distributor Action schreibt Verluste bis 2018

Distributor Action sieht die Restrukturierung unter dem Schutzschirm als Chance, sich auf die veränderten Marktbedingungen besser einzustellen. Dabei rechnet der polnische Konzern, zu dem der Braunschweiger Grossist Action Europe gehört, frühestens gegen Ende des Jahres 2018 wieder mit Gewinnen.

Action-Chef Piotr Bielinski
(Foto: Action)

Gut zwei Monate nachdem sich der polnische Distributionskonzern Action S.A. einem als Gläubigerschutzschirm dienenden Restrukturierungsprogramm unterstellt hat (CRN berichtete), sieht Konzernchef Piotr Bielinski wieder positive Entwicklungsmöglichkeiten für das osteuropäische Distributionsschwergewicht: »Der Restrukturierungsprozess bringt das Unternehmen wieder auf einen stabilen Wachstumskurs«, zeigt er sich in einem Statement überzeugt. Der Distributor könne sich auf veränderte Marktbedingungen nun zügig einstellen, da er im Rahmen der Reorganisation niedrigmargige Geschäftszweige kappen werde. Außerdem will der Konzern rund 20 Prozent seines Personalstamms abbauen.

Trotzdem rechnet der an der Warschauer Börse notierte Grossist frühestens gegen Ende des Jahres 2018 wieder mit einem positiven Ergebnis, wie ein detaillierter Restrukturierungsplan der Firma ausführt. Bis dahin soll auch der Umsatz wieder auf über eine halbe Milliarde Euro ansteigen. Die Braunschweiger Niederlassung Action Europe (ehemals Devil) sah sich von diesen Vorgängen zwar nicht betroffen, musste aber, nachdem die Muttergesellschaft in die Krise rutschte, mit restriktiven Bedingungen der Kreditversicherer kämpfen. Dennoch rechnet der Braunschweiger Distributor in diesem Jahr weiterhin mit einem positiven Jahresabschluss.