Braunschweiger Gesellschaft nicht betroffen: Polnischer Distributor Action restrukturiert unter Schutzschirm

Der polnische Distributor Action hat Ärger mit den Finanzbehörden und unterstellt sich einem als Schutzschirm dienenden Restrukturierungsprogramm. Die Braunschweiger Tochtergesellschaft Action Europe ist nicht betroffen.

Action-Chef Piotr Bielinski

Der polnische Broadliner Action S.A. hat Ärger mit den Finanzbehörden seines Landes. Man habe sich nichts zuschulden kommen lassen, beteuert Piotr Bielinski, Präsident des Management-Boards, und erklärt weiter in einem Statement: »Es ist für uns nicht akzeptabel, dass wir für Verfehlungen anderer bestraft werden.« Gleichzeitig sieht die Firma wegen der Forderungen der Finanzbehörden ihre Glaubwürdigkeit für Geldgeber und Geschäftspartner beschädigt und unterstellte sich mit Wirkung zum 1. August einem als Schutzschirm dienenden Restrukturierungsprogramm, um die Liquidität der Firma in dieser schwierigen Situation weiter zu gewährleisten. Innerhalb dieses erst kürzlich in Polen eingeführten und noch recht wenig bekannten Maßnahme, soll die Firma nun neu aufgestellt werden: So will sich Action von niedrigmargigen Produktbereichen trennen.

Die Tochtergesellschaft Action Europe (ehemals Devil) in Braunschweig sieht sich auf Nachfrage von CRN von diesen Vorgängen nicht betroffen und betont, dass bei der Muttergesellschaft kein Insolvenzfall vorliege. Man arbeite und liefere weiter wie gehabt, heißt es. Auch erwarte man keine Auswirkungen durch den angekündigten Restrukturierungskurs bei der polnischen Muttergesellschaft. Man habe für Action Europe schon im Frühjahr eine Neustrukturierung umgesetzt.