Also positioniert sich als B2B-Markplatz: »Wir brauchen eine Start up-Mentalität«

Also Deutschland rückt sich auf seiner Channel Trends + Visions-Messe in Bochum ins rechte Licht: Der Distributor möchte viel mehr als nur Distributor sein. Grundlage für die Transformation hin zum B2B-Marktplatzanbieter sei ein dynamisches, in die Zukunft gerichtetes Denken. Folgerichtig fordert Konzernchef Gustavo Möller-Hergt von seinem neu aufgestellten Deutschland-Management und den Mitarbeitern eine »Start-up-Mentalität« ein.

»Marktführer im Bereich Solutions und Services«

Stefan Klinglmair verweist auf das Also-Cloud-Angebot

Aber natürlich werde das traditionelle Distributionsgeschäft, das transaktionale Business auch weiterhin ein wichtiger Teil des Geschäftsmodells bleiben, räumt im Gespräch mit CRN Stefan Klinglmair, in der Also-Konzernleitung verantwortlich für das Geschäft in der DACH-Region und Frankreich, ein. »Wir werden auch künftig alles – Produkte, Solutions und Services - verkaufen«, sagt er. Aber man habe sich auch ganz neuartiger Aufgaben angenommen: »Wir bringen beispielsweise die Partner, etwa im Rahmen unseres Also Network-Verbunds, zusammen.« Mit der Vielzahl an neuen Services entziehe sich Also bereits jetzt erfolgreich der Vergleichbarkeit mit den Broadline-Wettbewerbern – auch in der Volumendistribution. »Wir sind nur noch in Teilbereichen mit anderen Distributoren vergleichbar«, ist der Verantwortliche für die Zentralregion überzeugt. Auch dass der Umsatzrückgang in Deutschland die ansonsten bärenstarken Konzernzahlen ein wenig eintrübte, wertet Klinglmair als Beweis für die Fortschritte, die man erzielte: »Dieser resultiert daraus, dass wir bewusst auf nicht profitables Geschäft in der Volumendistribution verzichteten.« Allein den Umsatz zu steigern sei zunehmend uninteressant für Also: »Für uns zählen auch andere Qualitäten und wir verstehen uns als Marktführer im Bereich Solutions und Services«, meint Klinglmair.

Übersicht