Starker Markt mit starken Margen: Gebrauchte Hard- und Software werden salonfähig

Immer mehr Unternehmen und Privatkunden nutzen die Vorteile gebrauchter Hard- und Software. Mit professionellen Partnern kann der Fachhandel vom zweistelligen Wachstum des Marktes profitieren und sich zusätzliche Umsatzchancen mit rentablen Margen sichern.

Verlängerte Lebensdauer

Selbst vermeintlich alte Hardware kann noch bares Geld wert sein
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Diese Entwicklungen führen zu verlängerten Lebenszyklen der Geräte. War es zu früheren Zeiten, auch aufgrund immer leistungshungrigerer Software, in vielen Unternehmen noch Usus, PCs nach einem Abschreibungszeitraum von zwei Jahren auszumustern und zu ersetzen, steigt die durchschnittliche Nutzungsdauer heute konstant an. Marktforscher und Branchenverbände wie der Bitkom verzeichnen bei Desktops und Business-Notebooks bereits eine durchschnittliche Nutzungsdauer von über dreieinhalb Jahren.

Der Fachhandel spürt den Rückgang im PC-Geschäft deutlich und muss sein Angebot entsprechend anpassen. Gleichzeitig bieten sich hier jedoch auch neue Chancen. Denn während der Markt für neue Geräte schrumpft, entdecken immer mehr Verbraucher, Unternehmen und Behörden die Vorzüge gebrauchter Software und Geräte. »Besonders auffällig ist, dass immer mehr Schulen Ihre IT-Räume komplett mit aufbereiteten Rechnern ausstatten. Ebenso beliefern wir regelmäßig viele mittelständische Unternehmen, die mittlerweile ausschließlich mit gebrauchten Geräten arbeiten«, konstatiert Edward Larkins, Procurement Manager Germany des größten europäischen Wiederverwerters Sims Lifecycle Services GmbH, im Gespräch mit CRN.

Der Markt für gebrauchte IT wächst seit Jahren zweistellig und Gartner geht davon aus, dass weltweit mehr als jeder zehnte aktuell genutzte PC gebraucht erworben wurde. Besonders hoch liegt der Anteil in den Schwellen- und Entwicklungsländern, in die früher viel ausgemusterte Hardware aus Europa verschifft wurde. Inzwischen ist dieser Zustrom jedoch fast versiegt, da die gebrauchten Geräte hierzulande schwer gefragt sind. Einen wesentlichen Anteil daran haben, insbesondere im B2B-Umfeld, die professionellen Refurbisher. Anstatt die gebrauchte Hardware höchstens einem Funktionstest zu unterziehen und sie dann weiterzureichen, bereiten sie die Geräte in einem aufwendigen Prozess bis ins kleinste Detail wieder auf. Was nicht mehr einwandfrei funktioniert, wird ausgetauscht, und ein Großteil der PCs gleich mit neuen Komponenten wie mehr RAM und SSDs aufgerüstet. Die Kunden bekommen am Ende neben einem komplett überprüften und sofort startklaren Gerät nach ihren Vorstellungen auch Garantie auf das Produkt. Zu einem Preis, der nicht weit über dem eines Einsteiger-Notebooks liegt, gibt es hier die meist höhere Leistung und bessere Verarbeitung eines Business-Gerätes. Dieses Qualitätsversprechen hilft den Geräten, im zweiten Lebenszyklus aus der Schmuddelecke der Gebrauchten herauszutreten.