Hohe PC-Lagerbestände deutlich reduziert: Schwacher Euro und Altlasten belasten deutschen PC-Markt

Der PC-Absatz in Deutschland war im Schlussquartal 2015 erneut rückläufig. Im Gesamtjahr schrumpfte der Markt um fast 14 Prozent. Die gute Nachricht: Die Hersteller konnten aber auch die hohen Lagerbestände abbauen.

Ein Absatzplus gab es 2015 nur bei 2in1-Geräten
(Foto: Lenovo)

Für die PC-Hersteller war das vergangene Jahr wenig erfreulich. Von der schwachen Nachfrage wurden besonders die Märkte in der EMEA-Region getroffen. (CRN berichtete) Deutschland machte da keine Ausnahme, wie die Marktforscher von Gartner jetzt bilanzieren. Den aktuellen Gartner-Zahlen zufolge lieferten die Hersteller im traditionell starken Jahresendquartal acht Prozent weniger PCs in Deutschland aus als im Vorjahreszeitraum.

Besonders schwach war Nachfrage bei Privatkunden. Diese sank laut Meike Escherich, Principal Research Analyst bei Gartner, um zehn Prozent, während der PC-Markt im Geschäftskundenbereich nur vier Prozent einbüßte. Zu den Ursachen für den Rückgang zählen die Analysten auch die hohe Lagerbestände von Windows 8-PCs und Lieferengpässe bei PCs mit der neuen Skylake-Architektur. »Nur die Nachfrage nach Windows 10-basierten 2in1 Hybrid Modellen stieg um zehn Prozent an«, so Escherich.

Als erfreulichen Aspekt werten die Analysten, dass es den Herstellern im Schlussquartal 2015 gelungen sei, die PC-Lagerbestände auf ein akzeptables Niveau zu drücken. Der Übergang zu Windows 10 würde deshalb von nun an signifikante Fortschritte machen.

Lenovo konnte sich als stärkster Anbieter im deutschen Markt im Gesamtjahr 2015 behaupten, gefolgt von HP, Acer, Asus und Dell. Auch der chinesische Anbieter verkaufte, wie alle Top fünf-Hersteller, weniger Geräte als im Vorjahr. Den stärksten Absatzrückgang 2015 verzeichenten aber HP und Acer.

Im vierten Quartal 2015 schaffte es Apple in die Top fünf PC-Anbieter im deutschen Markt hinter Lenovo, HP, Acer und Asus.