Server-Markt unter Druck: Server-Markt: Kundennähe schlägt Größenvorteil

Vor allem im Wettbewerb um SMB-Kunden Kunden behaupten sich deutsche Server-Hersteller erfolgreich gegen die großen A-Brands. Auch die heftigen Rückgänge im Server-Markt gingen an ihnen meist spurlos vorbei.

(Foto: Kubais/Fotolia)

Der Server-Markt ist hart umkämpft und steht unter wachsendem Preis- und Margendruck. Das betrifft vor allem die Industrie Standard Server, die seit Jahren der Wachstumsmotor sind. Mittlerweile sind x86 Server Commodity-Produkte. Mit der reinen Hardware ist of nicht mehr viel verdient – das gilt zumindest für einige Branchenschwergewichte, deren Hardwaregeschäft zuletzt schmerzhafte Einbußen hinnehmen musste. IBM hat die System x-Sparte auch deshalb an Lenovo verkauft und will sich auf hochwertige Lösungen, Software und Services konzentrieren. Aber auch Dell und HP, die sich im Server-Markt heftige Preiskämpfe geliefert haben, versuchen, sich verstärkt in Richtung Lösungsgeschäft weiter zu entwickeln.

2013 war für die meisten Server-Anbieter kein erfreuliches Jahr. Ende 2013 hatten die Server-Umsätze in der EMEA-Region einen neuen Tiefstand erreicht. Seit Jahresbeginn 2014 gibt es immerhin Anzeichen für eine Erholung. Nach mehr als zehn rückläufigen Quartalen in Folge sind die Server-Umsätze in Europa laut Gartner erstmals wieder leicht gestiegen. (CRN berichtete) Gartner-Analyst Errol Rasit will das Ergebnis allerdings keineswegs als Rückkehr zum Wachstum werten, sondern lediglich als vorläufiges Ende der Absturzphase. Der Markt in der EMEA-Region stehe weiter unter Druck - zumal Server-Kunden nach wie vor sehr wählerisch und preisaffin einkaufen würden.