Kosatec-Chef Andreas Sander im Interview: »Den B.Com-Spirit wieder aufleben lassen«

Kostaec-Geschäftsführer Andreas Sander erklärt im CRN-Interview, welche Vorteile sich durch die B.Com-Integration ergeben und wie sich der Distributor künftig im Markt positionieren will.

Logistik liegt bei Kosatec

Andreas Sander mit seinem Co-Geschäftsführer Siegbert Wortmann (Bild: Kosatec)

CRN: Wann und warum fiel die Entscheidung, das verbliebene B.Com-Geschäft in die Kosatec zu überführen?

Sander:Der Gedanke lag bereits nahe, nachdem die Wortmann-Gruppe die insolvente B.Com übernommen hatte und sich an Kosatec beteiligte. Schließlich war die B.Com-Logistik ohnehin schon in unsere, von der Logistikwerk GmbH verwalteten Lagerkapazitäten in Braunschweig übergesiedelt. Die endgültige Entscheidung, das aktive Geschäft der B.Com in die Kosatec zu überführen, fiel aber erst in diesem April. Wir generieren durch diese Zentralisierung der Bereiche, in der Logistik, beim Einkauf oder Service, zum einen Kostenvorteile. Zum anderen profitiert Kosatec auch vom Know-how der B.Com: Wir haben erfahrene Mitarbeiter an den Standorten Köln und Gießen hinzugewonnen und außerdem unsere Position gegenüber den Geschäftspartnern gestärkt.

CRN: Wie weit ist die Integration des B.Com-Geschäfts denn fortgeschritten?

Sander: Wir sind das sofort und sehr professionell angegangen, so dass wir nach gut einem Monat sagen können: Die Zusammenarbeit läuft bereits perfekt. Dabei hatten wir einige sehr anspruchsvolle Aufgaben zu erledigen, beispielsweise die Integration des B.Com-Lager mit rund 3.000 Produkten inklusive der Umstellung auf ein anderes Warenwirtschaftssystem. Die Lagerverwaltung durch die Logistikwerk GmbH werden wir in Zukunft ebenfalls wieder in die Kosatec integrieren. Der Standort Köln wird noch umziehen, denn die ehemalige B.Com-Zentrale in der Gottfried-Hagen-Straße ist für unser Team dort nicht mehr angemessen. Die Mitarbeiter agieren bereits jetzt als Kosatec-Mitarbeiter, formal wird die Betriebsübernahme und Eingliederung aber erst in den nächsten Monaten erfolgen.

CRN: Wie genau stellen sich die Teams in Köln und Gießen innerhalb von Kosatec auf?

Sander: Wir haben 20 Mitarbeiter in Köln und sieben in Gießen. Die meisten ehemaligen B.Com-Beschäftigten hatten die Firma ja bereits in der Insolvenzphase verlassen. Wir sind nun bemüht, mit den Teams vor Ort gewissermaßen den ehemaligen B.Com-Spirit wieder aufleben zu lassen. B.Com hat ja bis zur Insolvenz stets durch Leistung überzeugen können und war vor allem auch für seine kompetenten Mitarbeiter bekannt. Dafür stehen auch heute noch unsere beiden Standortleiter Sascha Dittrich in Köln und Andreas Häntschel in Gießen. Die Teams fühlen sich bei uns gut aufgehoben und sind regelrecht wieder aufgeblüht.