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WWDC 2019: Mac Pro, iPadOS, Watch

Apple umwirbt Nutzer mit Software-Neuheiten

04. Juni 2019, 13:45 Uhr   |  Lars Bube

Apple umwirbt Nutzer mit Software-Neuheiten
© Apple

Der neue Mac Pro gehörte zu den Stars auf Apples WWDC 2019

Im scharfen Wettbewerb mit Rivalen wie Google und Samsung legt Apple bei der Software seiner Geräte nach. Neben vielen neuen Funktionen gibt es aber auch ein Hardware-Highlight: einen teuren Mac Pro für Profi-Nutzer.

Apple will in Zeiten sinkender iPhone-Verkäufe seine Geräte mit neuen Funktionen attraktiver für die Nutzer machen. Unter anderem wird man auf dem iPhone künftig Videos umdrehen und mit Farbfiltern bearbeiten können. Die Computer-Uhr Apple Watch wird unabhängiger vom iPhone und damit auch interessanter für Nutzer von Android-Smartphones. Die iPad-Tablets bekommen erstmals ein eigenes Betriebssystem, das sie stärker wie einen vollwertigen PC-Ersatz nutzen lässt. Außerdem stellte Apple nach Jahren wieder einen neuen Hochleistungscomputer der Mac-Pro-Reihe vor, der für professionelle Nutzer mit sehr hohen technischen Anforderungen gedacht ist.

Fast zeitgleich zur Präsentation bei der Eröffnung der hauseigenen Entwicklerkonferenz WWDC am Montag wurden Pläne von US-Behörden und Kongressabgeordneten bekannt, die Macht der großen amerikanischen Tech-Konzerne stärker unter die Lupe zu nehmen.

Einen Fokus setzte Apple zum Start seiner Entwicklerkonferenz WWDC in San Jose auf den Datenschutz. So bekommen Nutzer die Möglichkeit, ihren Aufenthaltsort auch nur einmal mit einer App zu teilen - bisher kann man nur der permanenten Nutzung von Ortsdaten bei aktiver Anwendung zustimmen. Wenn eine App versucht, zu schummeln und trotzdem den Aufenthaltsort abzurufen, kommt eine Warnmeldung.

Besseren Datenschutz verspricht der Konzern auch durch die Möglichkeit, sich bei anderen Apps und Diensten mit den Login-Daten ihrer Apple-Accounts anzumelden. Entwickler müssen die Funktion zwingend einbauen, wenn sie grundsätzlich die Anmeldung über Konten von anderen Anbietern erlauben. Solche Login-Angebote gibt es unter anderem von Google und Facebook, aber auch von den deutschen Anbietern Verimi und NetID.

Bei vernetzter Haustechnik im Smarthome soll die Apple-Plattform HomeKit mit Hilfe der Installation in Internet-Routern künftig Geräte besser voneinander abschirmen, damit einzelne Anbieter Nutzer nicht ausspähen können. Dafür ausgestattete Router kommen zunächst unter anderem von Linksys.

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2. iPadOS kommt, iTunes geht
3. Mac Pro: Rückkehr der »Käsereibe«

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